Herzogenrath - In Herzogenrath tut sich wieder viel

In Herzogenrath tut sich wieder viel

Von: ath
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Hatte viel Gutes zu berichten:
Hatte viel Gutes zu berichten: Bürgermeister Christoph von den Driesch zog in seiner ausführlichen Rede eine überaus zufriedenstellende Bilanz. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Wer gedacht hätte, Thomas Gottschalk etwa sei unschlagbar, hat Herzogenraths Bürgermeister übersehen. Denn auch Christoph von den Driesch kann hemmungslos überziehen, was er beim zehnten musikalischen Neujahrsempfang in der Aula des Gymnasiums eindrucksvoll bewies.

Mit Recht, denn es gab einfach zu viele Dinge, die ihm 2011 wichtig waren und die er Revue passieren lassen wollte.

Unter den Top 3

Etwa, dass Herzogenrath sich in den Top 3 der angefragtesten Standorte gehalten habe und sich die in Bezug auf Arbeitsplätze größte Ansiedlung (Firma Intravis) bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion sichern konnte. Nach den im Dezember abgeschlossenen Abbrucharbeiten, soll nun mit der Vermarktung des ehemaligen Vetrotex-Geländes begonnen werden, eine Machbarkeitsstudie beschäftigt sich derzeit mit dem Schmetz-Gelände, blickte von den Driesch auch hier zuversichtlich nach vorn. Bei der Stadtentwicklung stehen für 2012 Kohlscheid (mögliche Erschließung im Bereich Langenberg) sowie die Analyse von Flächen zur Gewinnung regenerativer Energien auf der Agenda.

Auch Verkehr bleibt ein Thema. Der Bürgermeister fasste die wichtigsten Straßenbauprojekte auf dem neuesten Stand zusammen: Die Ortsumgehung Alt-Merkstein, L 47n, wird mangels Bürgerzustimmung nicht weiterverfolgt. Zur langen Geschichte der B 258 n komme durch dem Stopp für den Buitenring Parkstad Limburg ein weiteres Kapitel. Denn: „Ohne den Buitenring macht die B 258 n keinerlei Sinn, weil sie keine Fortführung auf niederländischem Gebiet finden würde.” Lediglich die L 223 n von Birk nach Herzogenrath-Mitte und damit verbunden die bessere Anbindung an die Autobahn, stimme ihn derzeit positiv. Sie bleibt auf der Prioritätenliste des Landes. Auf gutem Weg, sei auch die Anbindung des Herzogenrather Bahnhofs an das internationale Netz. Dass die Regionalbahn Richtung Düsseldorf bald nicht mehr in Kohlscheid halten soll, werde die Stadt dagegen nicht hinnehmen.

Herzogenrath will auch zukünftig vor allem Familien Heimat bieten. Dazu gehören ein attraktiver Wohnstandort zu bleiben, qualifizierte Angebote in Schule (Beispiel Gesamtschule Kohlscheid) und Kindergarten (neuer Kiga für das Neubaugebiet Schleypenhof) und die Wiederbelebung von Eurode.

Schub durch Beatrix

Positiv strich er den Besuch von Königin Beatrix heraus, der dem EBC einen kräftigen Schub verliehen habe, sowie die Grenzgängerberatung. In anderen Bereichen, etwa Verkehr, Stadtentwicklung oder Bildung, gelte es bestehende Konflikte konstruktiv anzugehen. Christoph von den Driesch schloss den Bogen mit dem Thema „Finanzen”. Er strich stolz hervor, die gute Finanzsituation habe Herzogenrath „im vergangenen Jahr als einzige Kommune in der ganzen Region davor bewahrt, neue Kassenkredite aufnehmen zu müssen”.

Die guten Jahren seien aber nun erst einmal vorbei: 17,7 Millionen Schulden zur Deckung der Ausgaben im Haushaltsentwurf 2012, zwar immer noch gute, aber stagnierende Gewerbesteuereinnahmen und als Folge der guten Jahre, keine Schlüsselzuweisungen des Landes. Von den Drieschs Dank galt daher den Bürgern, die sich mit ihren Vorschlägen zum Bürgerhaushalt aktiv am „Gürtel enger schnallen” beteiligen. Der Rat werde sich mit allen Vorschlägen ausführlich beschäftigen.

Schwungvolle Klänge

Nach dem umfassenden Wortbeitrag, gehörte die Bühne dann den musikalischen Gästen, der Bigband aus Walheim unter Leitung von Walter Hennecken, sowie den beiden Sängerinnen Marie Pack und Julia Walbergs.

Der Auftakt gab vor, was die Zuhörer erwartete, „When the Saints” quer durch ein Jahrhundert an Musikrichtungen, mal als Charleston, mal als Reggae oder als Synthiepop. Genauso breit ist auch das Spektrum der überwiegend jungen Musiker, die mit swingenden und poppigen Tönen, frischen Wind in den traditionellen Neujahrsempfang und sogar einige Füße zum wippen brachten. Wer danach noch Kondition hatte - auch der musikalische Teil hatte Überziehungskredit- war noch zur allgemeinen Begegnung in der neuen Mensa des Gymnasiums eingeladen.

Aktuelles zum Bürgerhaushalt:
www.roda-rechnet.de
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