Baesweiler - In den Ferien ganz freiwillig zur Schule

In den Ferien ganz freiwillig zur Schule

Von: Elena Stiebler
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Experimente mit Schall: Wie re
Experimente mit Schall: Wie reagiert mein Luftballon, wenn ich ihm von meinem Mittagessen erzähle? Er vibriert! Foto: Elena Stiebler

Baesweiler. „Wenn wir jetzt gegen den Ballon reden, dann wackelt er, weil die Schallwellen von den Geräuschen ihn zum schwingen bringen”, erklärt ein Schüler. „Und wenn wir jetzt ein Buch davor halten oder wir hier drinnen sind und jemand mit dem Ballon draußen vor dem Fenster auf dem Schulhof steht, was passiert dann?” fragt die Betreuerin.

Alle kramen schnell ein Buch hervor: Das muss ausprobiert werden. „Das ist die erste Ferienakademie, die wir dank des Bildungsbüros der Städteregion und der drei Schulen hier in der Stadt anbieten. Ich bin froh, dass wir das Programm trotz der hohen Kosten realisieren konnten”, erklärt Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Interessante Ausflüge

Von 8.30 bis 16.30 Uhr ist Neues entdecken angesagt, und das keinesfalls nur in den Schulräumen. Ausflüge führen zum Beispiel zur Alemannia, zur Vorlesung eines Professors an der Aachener RWTH, ins Alsdorfer Energeticon, zum Carl-Alexander-Park, zum Zinkhütter-Hof in Stolberg und weiteren Orten. Kindern soll vermittelt werden, wie vielseitig man seine Freizeit in der Region gestalten kann. Sport, Spiel und Wissenschaft sollen dabei verbunden werden. Beim gemeinsamen Projekt der Stadt Baesweiler, des Bildungsbüros der Städteregion Aachen in Kooperation mit Bildungspartnern der Region und den Grundschulen St. Barbara in Baesweiler, St. Andreas in Setterich sowie Oidweiler sollen Kinder getreu dem Motto „Abenteuer und Experiment” spielerisch wissenschaftliche Phänomene entdecken.

Gregor Jansen, Dezernent für Bildung, Jugend und Ordnungswesen der Städteregion Aachen, lobt die fachkundige Hilfe durch die Offenen Ganztagsgrundschulen: „Ich finde es klasse, wie die Kinder hier begeistert werden. Davon können sie dann in der Schule profitieren.” Das Projekt ist eines von vielen des Bildungsbüros, das von der Kommune, vom Land und vom Bund gefördert wird. „Seit zwei Jahren gibt es dieses Büro, das eine Begleitung von der Geburt bis ins hohe Alter bietet. Wichtig ist für uns vor allem, dass wir bei den Menschen Eingang finden und die Reaktionen der Bürger bekommen, um unsere Projekte nachhaltig zu etablieren. Wir wollen wissen: ?Bringen unsere Projekte den Menschen etwas?”, erklärt Gregor Jansen. Von den 30 Kindern der Ferienakademie scheint ihnen positives Feedback gewiss.

Auch die Schulleiterin der Barbara-Schule ist voll des Lobes: „Ich bin überzeugt, dass Kinder lernen wollen, nur leider sind Naturwissenschaften nicht so populär. In der Grundschule beginnt häufig das Interesse für bestimmte Bereiche, in den höheren Klassen ändert sich daran meist nicht mehr viel. Daher sollten wir schon früh diesen Grundstein legen”, erklärt Beate Rybacki: „Alle reden von Bildung und hier passiert es. Ich bin richtig froh, diese Akademie an unserer Schule anbieten zu können.” Die Kinder kommen jeden Morgen fröhlich in die Schule. Dass ein Feuer-Experiment an der RWTH noch tagelang Gesprächsstoff bei den Kindern ist, zeigt deutlich den Erfolg des Projekts. Die Kinder sind begeistert und mit Konzentration bei der Sache.

Der Baesweiler Schulamtsleiter Wolfgang Ohler ist ebenfalls begeistert: „Wir bekommen positive Reaktionen - nicht nur von den Kindern, sondern auch von den Eltern.”

Da die Kinder aus verschiedenen Schulen und Klassen kommen, lernen sie mit- und voneinander. Neue Freundschaften können so entstehen. Die Veranstalter sind sich einig: „Das klappt alles ganz hervorragend.” Ganz bewusst wurde auch das Thema gesunde Ernährung angegangen. Dazu war beim Tivoli-Besuch auch die Ernährungsberaterin der Alemannia eingeladen. Und siehe da, die Kinder hörten gespannt zu.
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