Baesweiler - „In Baesweiler muss man sich wohl fühlen”

„In Baesweiler muss man sich wohl fühlen”

Von: Lars Odenkirchen
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Ehrenlöwe samt Urkunde überreicht: Bürgermeister Willi Linkens (r.) gratuliert Manfred Palmen. Der Geehrte bedankt sich mit Komplimenten bei der „lebens- und liebenswerten Stadt Baesweiler”. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Lange wurde darüber geredet, doch in diesem Jahr ist es so weit: Die Städteregion Aachen wird Realität. Nur passend scheint es da, dass bei der Verleihung des zweiten Baesweiler Ehrenlöwen im Rahmen des Neujahrsempfangs ein Preisträger gewählt wurde, der sich stark für diese neue Gemeinschaft eingesetzt hat.

„Manfred Palmen hat als Staatssekretär und Landtagsabgeordneter mit großer Kreativität und Motivation die Gründung der Städteregion entscheidend beeinflusst”, betonte Bürgermeister Dr. Willi Linkens in seiner Laudatio auf den 63-Jährigen.

Ohne dessen Unterstützung und Einsatz hätten die Probleme auf dem Weg zur Städteregion nicht kurzfristig und konstruktiv gelöst werden können. Der Geehrte sei „speziell für Baesweiler ein hilfsbereiter und konstruktiver Ansprechpartner”.

Palmen selbst zeigte sich glücklich über den Preis. „Vor 700 Menschen bei Sonnenschein an einem schönen Samstagmorgen geehrt zu werden- das ist mir noch nie passiert, und es ist mir eine besondere Ehre.” Baesweiler sei eine „äußert lebens- und liebenswerte Stadt”, eine „Vorzeigestadt” in Nordrhein-Westfalen, die auch im Ministerium in Düsseldorf gutes Ansehen genieße.

Ausdrücklich lobte er Projekte wie den Reyplatz, die Baesweiler Burg, den Carl-Alexander-Park, die soziale Stadt Setterich oder die jetzt geplante Sanierung des Gymnasiums. Daraus zog er ein klares Fazit: „Hier muss man sich wohl fühlen.”

Das Geheimrezept für diese Erfolge sah Palmen aber auch in den Bürgern selbst: „Die Baesweiler identifizieren sich in einem hohen Maße mit der Stadt.”

Auch im Hinblick auf die Finanzkrise fand er lobende Worte für die Stadt. Baesweiler habe „Maß gehalten und im wesentlichen nicht über den Verhältnissen gelebt”, was man „nicht über alle Städte und Gemeinden in NRW sagen kann.” Palmen appellierte, mit Weitsicht zu planen: „Die Schulden von heute sind Steuererhöhungen von morgen.”

Auf das Thema Finanzen ging auch Bürgermeister Dr. Linkens in seiner zuvor gehaltenen Neujahrsansprache ein. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 195 Euro habe Baesweiler eine vorzeigbare Finanzlage und schon im Dezember einen „ausgeglichenen und gesunden Haushalt 2009 auf den Weg gebracht.” Was die Wirtschaft in der Stadt angehe seien „Biotechnologie, Medizintechnik und ausländische Unternehmen zu einem Markenzeichen der Stadt geworden.”

Im gut besuchten PZ des Gymnasiums betonte Linkens, das für den gemeinsamen Erfolg in der Städteregion die Ziele nicht nur formuliert, sondern nun auch angepackt werden müssten: „Die Zeit theoretischer Abhandlungen liegt jetzt hinter uns.”

Das Erfolgsrezept für das bisher Erreichte sah der Bürgermeister in seinem Jahresrückblick vor allem auch im Engagement der Bürger, sei es ehrenamtlich oder in Vereinen. „Gemeinsinn wird vor den Egoismus gestellt” betonte Linkens. Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass es richtig sei, „nicht auf ein oder zwei Zentren gesetzt”, sondern „allen sieben Stadtteile eine Perspektive geboten zu haben.”

Sehr zufrieden war Linkens mit der Akzeptanz des Carl-Alexander-Parks. Der Park fände auch über die Stadt hinaus regen Zuspruch, „es ist schön, sonntags dort auch viele gelbe Nummernschilder zu entdecken.”

Für das gerade begonnene Jahr freute sich Linkens besonders über den Umbau des Gymnasiums. „Wir sind stolz, dass wir den besten Förderantrag in NRW einreichen konnten.”
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