Alsdorf - In Alsdorf sind aufgeweckte Akademieschüler unterwegs

In Alsdorf sind aufgeweckte Akademieschüler unterwegs

Von: Holger Bubel
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Ja, solch feine Wäsche trugen
Ja, solch feine Wäsche trugen die Bergleute unter Tage: Lea Erkens begleitete die Tour der Kinder durchs Energeticon mit allerlei Informationen rund um den damals die Stadt Alsdorf prägenden Bergbau. Foto: Bubel

Alsdorf. Wenn man so will, beginnen für 30 Schüler der Grundschulen Ofden und Annapark die Sommerferien erst zwei Wochen später. Denn auch sie nehmen teil an der 1. Alsdorfer Ferienakademie, ein Angebot der Stadt in Kooperation mit dem Bildungsbüro der Städteregion Aachen.

Doch wenn man die Kinder dabei beobachtet, wie sie das Angebot annehmen, wird schnell klar: Mit Schule und Büffeln hat das nichts zu tun. Eine Station des 14-tägigen für die Kinder kostenlosen Angebots führte ins Alsorfer Energeticon, wo sich neben Schuldezernent Stephan Spaltner, dem Vorsitzenden des Alsdorfer Förderkreises für Kinder und Familien (Akifa), Klaus Spille, auch Gregor Jansen, Dezernent für Jugend, Bildung und Ordnungswesen der Städteregion, einfanden, um sich einen Überblick über den Verlauf des Projekts „zur Halbzeit” zu verschaffen.

Bislang hatten die Jungen und Mädchen schon ein buntes Programm, das sie unter anderem zur Alemannia Aachen und zum Tivoli führte, oder zur RWTH Aachen und ins Naturzentrum Eifel in Nettersheim. In dieser Woche warten noch die spannenden Ziele Zinkhütter Hof in Stolberg, das Science College Overbach und die VHS Aachen auf ihren Besuch. Künstlerisches Arbeiten und gemeinsames Trommeln sind die musischen Momente während der Akademiezeit.

Katharina Schweda, Leiterin der Offenen Ganztagsbetreuung der Grundschule Annapark, berichtete den Anwesenden, wie die erste Woche verlief: „Was ich am schönsten fand, war, dass die Kinder sich so schnell untereinander verstanden haben. Schließlich sind das Schüler verschiedener Schulen. Die Kinder sind begeistert, nehmen das Erleben mit allen Sinnen an.”

„Die Städteregion hat zwar den Impuls für die Akademie gesetzt, aber nur mit der tatkräftigen Mitarbeit und Unterstützung der teilnehmenden Städte kann die Idee auch gelingen”, betonte Gregor Jansen. Langfristig sei es das Ziel, das Projekt Ferienakademie in alle Kommunen zu bringen, nicht nur als pädagogische Freizeitmaßnahme, sondern auch als spielerische Methode des Lernens. „Es ist ganz wichtig, bei den Kindern die Freude an den zukunftsweisenden Naturwissenschaften zu wecken”, betonte Jansen. Und wo sei man da in Alsdorf besser aufgehoben als im Energeticon, das als „außerschulischer Lernort” eine wichtige Funktion im Zukunftskonzept Alsdorfs einnehme.

Als solches betrachteten die Kinder das natürlich nicht. Sie bewunderten vielmehr die Schallentwicklung in den hohen Gebäuden, bestaunten in der Kaue die unter der Decke hängenden Körbe mit der Kleidung und Ausrüstung der Bergleute und lauschten den Erklärungen von Energeticon-Mitarbeiterin Lea Erkens dazu. Auch der Abstecher unter Tage wurde nicht als zukunftsorientiert aber als durchaus aufregend eingeschätzt.

Anregungen für den Unterricht

Als vielfältiges Angebot, das den Kindern aber auch einiges abverlange, lobte Katharina Schweda zum Abschluss der ersten Woche das Programm. Und: „Wir nehmen aus diesen Erfahrungen auch Anregungen für die Unterrichtsgestaltung und das Ganztagsangebot mit.”
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