Immer offen für schräge Kunstideen

Von: Stefan Schaum
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Auch der Eintrag ins Goldene B
Auch der Eintrag ins Goldene Buch geriet zur kleinen Kunstaktion: Neben der Unterschrift des Kunstvereins-Ehrenvorsitzenden Josef Zentis findet sich auch einen Zeichnung des Maskottchens „Artus”. Mit Ehefrau Hubertine war Zentis ins Amtszimmer von Bürgermeister Alfred Sonders gekommen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Schräge Ideen hatten bei ihm immer eine Chance. Die vor allem! Kunstobjekte in einem Zigarettenautomaten anbieten? Einem Stuhl Engelsflügel verleihen? Warum denn nicht? Als Vorsitzender des Alsdorfer Kunstvereins hat Josef Zentis stets dieses Ziel verfolgt: Kunst bürgernah zu präsentieren - und sie nicht auf einen allzu hohen Sockel zu stellen.

Gleich zwei Mal hat der heute 66-Jährige die Geschicke des Vereins gelenkt. Von 1991 bis 1994, dann erneut von 1999 bis 2010. „Du hast dem Verein ein Gesicht gegeben und einen Namen, der nicht nur in der Region zählt”, sagte sein Nachfolger, Franz-Josef Kochs, bei einem Termin im Amtszimmer von Bürgermeister Alfred Sonders. Dort verewigte sich Josef Zentis - nun als Ehrenvorsitzender des Kunstvereins - im Goldenen Buch der Stadt. Mitsamt gezeichnetem Maskottchen versteht sich, dem Kunsthund „Artus”.

„Ich habe Sie immer gern als Ideengeber für viele Aktionen erlebt”, sagte Alfred Sonders. „Der Alsdorfer Kunstverein ist zu einer imposanten Landmarke in der Kunstszene geworden.” Nicht zuletzt die Dreiklang-Skulptur auf dem Alsdorfer Denkmalplatz ist dem Verein zu verdanken. Sie ist das Resultat der 2008 ausgeschriebenen Runde im Wettbewerb „Kunst für Alsdorf”, die der Bildhauer Philipp Dreber gewonnen hatte.

Aktuell zählt der Verein 204 Mitglieder und hat es sogar zum Mitglied der „Interprint Gemeinschaft” gebracht, in der sich ansonsten nur künstlerische Fakultäten internationaler Universitäten zum Austausch treffen.

„Deine Aktionen hatten immer Wärme. Das waren Dinge mit Herz, Humor und Pfiff!”, lobte Franz-Josef Kochs seinen Vorgänger. „Dabei warst Du stets auf das Publikum bedacht und hast immer den Spagat zwischen Anspruch und Zuspruch gemeistert.”

Zum Dank dafür gab es vom Bürgermeister den selten verliehenen „Silbertaler” - auch ein kleines Kunstwerk.
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