Im Würselener Stadtwald wird 2009 kräftig aufgeforstet

Von: ehg
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Würselen. „Unser Wald ist bei Ihnen in guten Händen!” - Rundum zufrieden mit der Arbeit der Försterin Susanne Gohde, erteilte der Betriebsausschuss dem vorgelegten Forstwirtschaftsplan 2009 einstimmig seinen Segen.

Er beugte sich dem Diktat der Unteren Forstbehörde, den aktuellen Zehnjahresplan um zwei bis drei Jahre zu strecken. Zur Begründung hieß es: „Aufgrund der starken Schäden der Wälder im Sauerland werden dort die Forsteinrichtungen vorgezogen.”

Um die nachhaltige Holznutzung zu wahren, soll in dieser Zeit nur 80 Prozent des Holzvolumens eingeschlagen werden. Da bei der Pappel erheblicher Pflegerückstand bestehe, müsse hier weiterhin nach den Vorgaben gearbeitet werden. Voraussichtlich 2010 wird erneut die Erdgasleitung Mitteleuropäische Transversale der Firma RWE mit einem Flächenverbrauch von circa einem Hektar durch den Stadtwald gelegt.

Die vorgelegte Einschlagsplanung sieht die Nutzung von 2035 Festmetern vor, insgesamt 67 Prozent bei der Pappel. Auch der naturnahe und ökologisch ausgerichtete Waldbau entbinde - so die Försterin - den Waldbesitzer nicht von der Verpflichtung gegenüber späteren Generation, die wirtschaftliche Werterhaltung und -steigerung seines Forstbetriebes im Auge zu behalten.

So sollen in 2009 insgesamt 5058 Stück Laubholz - im Jahr 2008 waren es bereits 11663 Stück - gepflanzt werden. Nachgebessert werden die 2007/2008 wieder aufgeforsteten Flächen nach Trockenheits- und Mäusefraßausfällen.

Der biologisch-technischen Schädlingsbekämpfung wird in großem Umfang Rechnung getragen. An erster Stelle steht dabei die Fortführung und Erweiterung des intensiven Vogelschutzes - zum Teil durch die Waldjugend - und der Schutz der Fledermaus.

Als Beitrag zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts im Wald wird die begonnene Ameisenhege fortgeführt. Zur Bekämpfung der Borkenkäfer an der Fichte und zum Teil auch an der Lärche werden Fangholzhaufen angelegt.

Der in den vergangenen Jahren zurückgestellte Wegebau im Bereich Gut Schwarzenbruch wird in 2009 erfolgen. Weitere Maßnahmen stehen in diesem Jahr am Hermann-Löns-Pfad, an den Parkplätzen und an einem Rundweg im Pleyer Wald auf der Agenda.

CDU-Sprecher Joseph Bongard nahm erfreut zur Kenntnis, dass die Summe der Einnahmen in 2008 überschritten und die der Ausgaben unterschritten worden sei.

Damit habe der Fehlbedarf bei den selbst bewirtschafteten Haushaltsstellen von 80.400 auf ein Minus von 12329 Euro reduziert werden können. Der Kämmerer werde sich darüber freuen. Nicht freuen konnte sich SPD-Sprecher Frank Zimmer darüber, dass jährlich 6,4 Prozent aller Forstwirtstunden für das Sammeln von Müll aufgewendet werden müssen.

Der Betriebsleiter Franz-Josef Mahr wurde angehalten, nach Möglichkeiten zur Beseitigung dieses Missstandes zu suchen. Dazu die Försterin: „Wir werden das Problem nicht dadurch lösen, dass wir Mülleimer aufstellen. Dann werden die anfallenden Kosten noch höher.” Sie richtete den dringenden Appell an die Waldbesucher, ihre Abfälle mit nach Hause zu nehmen und nicht einfach in der freien Natur zu entsorgen. Dass das Aufstellen von Müllgefäßen zum Ablagern von noch mehr Müll verleite, unterstrich UWG-Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg.

Auch in 2009 sind wieder Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen, wodurch der Wald Kindern und Erwachsenen näher gebracht werden soll. In 2008 waren es 352 Teilnehmer aus Kindergärten und Schulen, aber auch aus dem Erwachsenenbereich, die ihr Interesse am Würselener Wald bekundeten.
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