Im Sinne des Zusammenhalts: Viele Gäste beim Iftar-Essen

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:
Gastfreundschaft: Auch Landtag
Gastfreundschaft: Auch Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers (l.) wurde von Imam Fatih Günes (Mitte) und Integrationsrats-Vorsitzendem Fehmi Tarasi (r.) begrüßt. Foto: ny

Herzogenrath. Weil der Prophet Mohammed nach dem Fasten zuerst eine Dattel gegessen haben soll, tun es ihm die Gläubigen im Fastenmonat Ramadan bis heute täglich gleich.

Als um 21.04 Uhr in Merkstein die Sonne untergeht, gibt es auch für die Gäste der Ditib-Gemeinde Datteln. Sie sind zum Iftar-Essen in die Emir Sultan-Moschee eingeladen. Es sind Gäste aus der Politik, der Stadtverwaltung, den Kirchen und natürlich aus der Nachbarschaft. „Wir wollen zusammenwachsen”, sagt Fehmi Tarasi, Vorsitzender des Integrationsrats in Herzogenrath.

Deshalb haben sich vor dem Fastenbrechen alle Gäste in der Moschee versammelt. Imam Fatih Mehmet Günes, der Vorbeter, erzählt über den Fastenmonat Ramadan, der am 20. Juli begonnen hat und am 19. August endet. Dann fasten die gläubigen Muslime ab dem 14. Lebensjahr zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Ausgenommen sind schwangere Frauen, Alte und Kranke. „Beim muslimischen Fasten steht das bewusstere Erfahren der Religion im Vordergrund”, erzählt der Vorbeter, der die fünf Säulen seines Glaubens nennt: „Jeden Tag fünfmal beten, einmal im Jahr einen Monat fasten, einmal im Leben nach Mekka pilgern, von seinem Besitz den Ärmeren abgeben und zu bestätigen, dass Gott der Allmächtige ist und Mohammed sein Prophet.”

So habe das Fasten viele Vorteile, erzählt Günes, der mit seiner Familie fünf Jahre lang in Merkstein ein Zuhause gefunden hat, bevor er von der türkischen Regierung wieder abberufen wird. „Der wichtigste Vorteil ist, dass wir wieder wertschätzen lernen, was Gott den Menschen gegeben hat.”

Einmal im Jahr werde man daran erinnert, dass alles in Gott seinen Ursprung hat. Aufmerksam hörten die Gäste zu, bevor die Vize-Bürgermeisterin Anne Fink sich vor allem für die Ehre bedankte, in einer Moschee reden zu dürfen. In einer Moschee, die alle interessierten Menschen einlädt zu beten.

140 Mitglieder finanzieren das Gotteshaus und seine Veranstaltungen und Feste. Beim Iftar-Essen gab es eine leckere Suppe, danach auserlesene Speisen, die von vielen Frauen der Gemeinde zubereitet worden waren. Gastfreundlich erlebten die Gäste die Muslime. Und wieder sind Menschen mehr zusammengerückt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert