Herzogenrath - Im „Intergarten“ ist Verstärkung willkommen

Im „Intergarten“ ist Verstärkung willkommen

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
8296925.jpg
Viel Betrieb im „Intergarten“, wie er bei den Nutzern gerne genannt wird, gibt es im Interkulturellen Garten des soziokulturellen Zentrums „Klösterchen“ in Herzogenrath eigentlich immer. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Es gibt ein Fleckchen Erde am Rande von Herzogenrath-Mitte, da können sich alle zu Hause fühlen: der Interkulturelle Garten, der nun schlanke zwei Jahre jung geworden ist. Trotzdem ist immer noch genügend Platz für neue Gärtner, die sich schnell der lockeren und bunt gemischten Gemeinschaft anschließen können, wie Wilfried Hammers und Géraldine Melcher wissen.

Sie waren mit im Boot, als im Garten des Interkulturellen Zentrums „Klösterchen“ in der malerischen Landschaft mitten in Herzogenrath vor mehr als zwei Jahren die Idee für das beackerte Stück Erde entstand.

„Leute machen gerne mit“

„Immer nur Zucchini auf dem Balkon züchten, ist nicht dasselbe“, meint Géraldine und lacht dabei. Auch darum zählt der „Intergarten“ wie er nur kurz von Freunden und Machern genannt wird, immer mehr Freunde, die sich natürlich nicht nur im Sommer ein Stück Freiheit und Genuss im Grünen gönnen wollen. „Die Leute kommen gucken, sehen, was angepflanzt wurde, und machen gerne mit“, fasst Wilfried Hammers das Prinzip des Mitmachens an.

Natürlich sieht er das Ganze auch als ein Stück eigener Arbeit in Zeiten des immer gleichförmiger werdenden Massenkonsums an. „Hier kommt es nicht darauf an, mustergültiges Gemüse anzubauen, sondern selbst etwas zu schaffen und später auch zu genießen“, sagt er. Und gerne greift er auch zu den selbst gebackenen Plätzchen oder den anderen Leckereien, die eigentlich immer jemand zu den mindestens zwei Mal in der Woche stattfindenden gemeinsamen Treffen mitgebracht werden.

Deutsch allein ist hier übrigens selten zu hören, vielmehr herrschen ein munteres Sprachengewirr und ein fröhliches Miteinander, das manchmal wegen fehlender Sprachkenntnisse auch mit Händen und Füßen funktionieren muss. „Es ist schon ein tolles Erlebnis, einfach mal durch den Garten zu schlendern und alle Menschen aus den verschiedenen Ländern und Kulturen zu fragen, wie sie dieses oder jenes Gewächs nennen“, erzählt Géraldine.

Sie pflegt übrigens ein eigenes Gartentagebuch, in dem nicht nur besondere Erlebnisse wie die Einrichtung des Insektenhotels oder den Bau der Bank ihren Niederschlag finden. „Hier ist alles dokumentiert, was unseren Garten ausmacht“, sagt sie beim flotten Blättern mit beiden Händen.

Und egal, ob türkische Bohnen, ein kleines Gewächshaus oder ein eigener Weg: alle arbeiten hier gemeinsam, um später gemeinsam etwas genießen zu können. Und dass das auch ohne eigenen Garten gehen kann, zeigen die Menschen vom „Intergarten“ gerne. Denn noch sind Plätze frei, der Umgang mit Spaten und Jätwerkzeug ist schnell gelernt, Chemie findet auf dem kleinen Kulturacker sowieso nicht statt und schnell ist in der familiären Atmosphäre ein Anschluss gefunden. Und das gilt dann auch wirklich zu jeder Jahreszeit.

Wer will, kann gerne einmal dienstags um 16 Uhr oder auch mittwochmorgens zwischen 10 und 11.30 Uhr reinschauen, dann findet sich garantiert immer jemand im Garten, der zum gemeinsamen Buddeln einlädt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert