Im Grenzraum formiert sich Protest gegen Fracking in Niederlanden

Von: bea
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Internationales Symbol: „Stop Fracking“. Foto: stock/Chromorange

Herzogenrath/Kerkrade. Noch bis zum 9. Juli können auch deutsche Bürger ihren Einspruch geltend machen gegen die „Strukturvision Schiefergas“ in den Niederlanden, hinter der sich nichts anderes als die Förderung von Erdgas mittels „Fracking“ verbirgt. Unter anderem das komplette Grenzgebiet Südlimburgs soll dazu einer Prüfung unterzogen werden.

Für Grenzbewohner auf deutscher Seite könnte dies ungeahnte Umweltbelastungen zur Folge haben, warnen Experten. Die Merksteiner Naturfreunde haben sich schon dagegen ausgesprochen und möchten auch anderen Gegnern dieses umstrittenen Förderverfahrens die Möglichkeit zum Protest bieten. Sie wollen sich als Verband am möglichen Einspruch gegen Fracking in den Niederlanden beteiligen und haben eine Unterschriftenaktion gestartet. Listen liegen im Naturfreunde-Haus an der Comenius-straße 9 in Merkstein aus, zugänglich bei den Veranstaltungen und zu den Öffnungszeiten, freitags ab 19.30 Uhr und sonntags ab 15 Uhr. Darüber hinaus stehen Online-Formulare zur Verfügung.

Der Herzogenrather Stadtrat hatte sich vor geraumer Zeit schon generell gegen Fracking ausgesprochen, möchte nun aber gemeinsam mit der Schwesterstadt Kerkrade Protest einlegen. Bei der jüngsten Sitzung des Eurode-Zweckverbands ist die „Strukturvision Schiefergas“ debattiert worden. Kerkrades Bürgermeister Jos Som zeigte sich da jedoch zurückhaltend, verwies auf die Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Unter anderem von „Naturfreund“ und SPD-Ratsherr Bruno Barth eingereichte Fragen zum Thema wollte er daher nicht beantworten.

Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch bekräftigte am Montag auf Anfrage: „Sollten beide Städte gleicher Meinung sein, kann eine abgestimmte Erklärung eine deutliche Geschlossenheit gegenüber Den Haag zum Ausdruck bringen und grenzüberschreitend gemeinsam agiert werden.“ Falls nicht, bleibe bis zum 9. Juli immer noch genügend Zeit, „von Seiten der Stadt Herzogenrath eine negative Stellungnahme zu tätigen“, sagt von den Driesch. Wie das Dagblad/De Limburger am Montag berichtet, formiert sich in Kerkrade aber ebenfalls eine politische Mehrheit gegen Prüfbohrungen auf dem Stadtgebiet. Sehr zur Freude auch von Grünen-Fraktionschef Dr. Bernd Fasel (Grüne), der von Anfang an ein entschiedenes Vorgehen der Rodastadt auch ohne Kerkrade gefordert hat.

bbu-online.de

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