Alsdorf - Im Business Park ist kaum noch Platz: Neuausrichtung zeigt Erfolg

Im Business Park ist kaum noch Platz: Neuausrichtung zeigt Erfolg

Von: mabie
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Im Hintergrund wächst der Neubau der Firma Dachser in Alsdorf in den Himmel: Das freut natürlich Prokurist Michael Eßers vom Business Park Alsdorf, den Aufsichtsratsvorsitzenden Detlef Loosz, Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders, Dachser-Generalmanager Karl-Heinz Bremen und Prof. Dr. Axel Thomas (v.l.) vom Business Park Alsdorf. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Wer derzeit im „Business Park Alsdorf Hoengen“ unterwegs ist, dem fällt auf, dass hier wirklich kaum noch Platz ist. Und auch Bürgermeister Alfred Sonders sagt selbst, dass alle Gewerbegebiete voll sind. „Aber natürlich werden neue Gewerbeflächen entwickelt, zum Beispiel am Grenzweg“, so Sonders bei der Vorstellung der Fünf-Jahres-Bilanz der Wirtschaftsförderung in der Stadt.

Alsdorf ohne einen Blick auf die Bergbaugeschichte funktioniert auch in diesem Zusammenhang nicht. So ist Sonders froh, dass im 24. Jahr nach der Schließung von Grube Anna und ihren Derivaten inzwischen mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden, als damals durch den Weggang der Kohle verloren wurden. Die einstige wirtschaftliche Monostruktur, die sowohl bei den Steuereinnahmen wie auch bei der Arbeitsplatzzahl fast ausschließlich von der Steinkohle abhing, ist es auch, die für eine andere Ausrichtung des Wirtschaftsstandortes Alsdorf gesorgt haben.

Immer auf der Suche

„Wir setzen auf Durchmischung und Diversifizierung“, so Prof. Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Business Park Alsdorf GmbH, die hinter der Vermarktung von Gewerbeflächen auf dem Stadtgebiet steht. So sei die Wirtschaftsförderung immer auf der Suche nach Neukunden, biete aber auch viel für bereits angesiedelte Gewerbe und habe so einen organisch gewachsenen Mix aus Großkunden, kleineren Betrieben und Mittelständlern geschaffen.

Die Neusortierung und neue Aufstellung habe inzwischen gute Früchte getragen, da sind sich alle Beteiligten einig. Nicht nur Cinram, einst als Record Service gestartet, und erste neue Großansiedlung im Zuge der Umstrukturierung, sei eine Erfolgsgeschichte, sondern auch die Firma Dachser, die derzeit in Hoengen rund 12,5 Millionen Euro investiert, sind zwei herausragende Beispiele für Großansiedlungen.

Die aktuell dritte Erweiterung des Dachser-Geländes auf rund 25.000 Quadratmetern wird nicht nur ein Umschlagterminal und eine rund 6800 Quadratmeter große Halle für sogenannte „Lebensmittel im plusgradigen Bereich“ liefern. Neben dem gigantischen „Kühlschrank“ werde auch auf dem bestehenden Gelände investiert, sagte Dachser-Generalmanager Karl-Heinz Bremen dazu. „Die Nachfrage nach Logistik ist weiter ansteigend, und wir sind froh, dass die Erweiterung vor Ort stattfindet“, schließt er.

Am Beispiel Dachser freut sich Bürgermeister Sonders, dass die Wirtschaftsförderung auch im engeren Zeitkorsett noch Lösungen bieten könne, die Firmen vor Ort halten. Dass es auch Beispiele wie Mitsubishi gebe, die nach zehn Jahren am Standort ihren 400 Mitarbeitern in Alsdorf keine Perspektive mehr gaben, gehöre aber auch dazu, so Sonders.

„Die Tatsache, dass die uns verlassen haben, ist zwar sehr bedauerlich, aber auf dem ehemaligen Firmengelände konnte so auch etwas Neues wachsen“, schließt der Bürgermeister. Er sieht ebenso wie Prokurist Michael Eßers vom Business Park Alsdorf eine rosige Zukunft in Sachen Gewerbeansiedlungen.

Beim Blick auf das Zahlenwerk rechnet Eßers vor, dass von 2012 bis 2016 insgesamt 87.000 Quadratmeter Flächen veräußert wurden, dabei entfielen auf Neuansiedlungen 54.000 Quadratmeter, 22.000 Quadratmeter auf Erweiterungen und die übrigen 11.000 Quadratmeter auf Umsiedlungen. „In Vorbereitung sind noch insgesamt rund 32.000 Quadratmeter in Schaufenberg“, so Eßers.

Hervorragende Zusammenarbeit

Ein so gutes Ergebnis freut auch den Aufsichtsratsvorsitzenden vom Gewerbepark Alsdorf, Detlef Loosz. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wirtschaftsförderung: „Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen“.

Darum sei es auf jeden fall die einzig richtige Entscheidung gewesen, die zunächst unter dem Titel IGA (Innovativer Gewerbepark Alsdorf) gestartete und heutige Businesspark Alsdorf GmbH unter das Dach der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Städteregion Aachen zu stellen. Und schließlich habe es die Wirtschaftsförderung auch verstanden, Arbeitsplätze in ganz unterschiedlichen Qualifikationen zu schaffen, schloss er.

Dazu habe sicherlich auch die gute verkehrliche Anbindung an die Autobahnen 4 und 44 beigetragen, da sind sich die Herren einig. Das bestätigt denn auch Karl-Heinz Bremen von Dachser nur zu gerne. Denn schließlich steuert das Logistikzentrum Maas-Rhein aktuell 54 Zielorte in elf Ländern an, und wickelt dabei 81.000 Sendungen monatlich über Alsdorf ab.

Eine Erfolgsgeschichte also, die im Moment in wachsenden Gebäudeteilen des Dachser-Neubaus zu sehen ist, der den noch vorhandenen Platz in Hoengen ausschöpfen wird.

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