Städteregion - IG Metall ehrt 1188 Jubilare für jahrzentelange Treue

IG Metall ehrt 1188 Jubilare für jahrzentelange Treue

Von: nt
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Machtvolle Demonstration bei der Jubilarehrung in Alsdorf: Mitglieder der IG Metall aus der Region präsentieren ein Themenbanner. Foto: Nadine Tocay

Städteregion. Dass man die jahrzehntelange Treue von Mitgliedern gar nicht genug wertschätzen könne, da ist sich Achim Schyns, 1. Bevollmächtigter der IG Metall (IGM) Aachen, sicher. Darum war es für ihn ein ganz besonderer Anlass, 1188 Jubilaren der Gewerkschaft aus Stolberg und Aachen in der Stadthalle Alsdorf bei einer Festveranstaltung zu ihrem Jubiläum herzlich gratulieren zu dürfen.

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB-Landesbezirks Nordrhein-Westfalen, hielt die Rede und blickte dabei auf die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte zurück. „Wir haben seit der Nachkriegszeit einen großen Teil zum Aufbau eines Sozialstaates geleistet“, betonte er. So habe sich die IGM, die unter anderem Arbeitnehmer aus der Metall- und Elektroindustrie vertritt, zum Beispiel erfolgreich für ein faires Einkommen und gerechte Arbeitszeiten eingesetzt.

Auch wenn man nicht immer alles erreicht habe, was man erreichen wollte, wie gleiches Einkommen in gleichen Berufen in Ost- und Westdeutschland, habe man „verdammt viel auf die Beine gestellt“, konkludierte er. 508 Jubilare wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. 371 Gewerkschafter traten 1976 und 1977 ein und blickten auf 40 Jahre Mitwirken zurück. 158 Jubilare sind seit 50 Jahren dabei und 126 weitere unterstützen die IGM seit 60 Jahren. Ganz besonders wurden von Martin Peters, 1. Bevollmächtigter der IGM Stolberg, und Achim Schyns 25 Mitglieder für 70 Jahre Gewerkschaftsarbeit geehrt.

Lob für Gewerkschaftsarbeit

„Sie sind direkt nach dem Krieg eingetreten, zu einer Zeit, als Deutschland in Schutt und Asche lag“, lobte Meyer-Lauber. Es sei eine Zeit der Hoffnung gewesen, in der es das oberste Ziel gewesen sei, Betriebe wieder aufzubauen und so die Not der Familien zu lindern. Neben dem Blick auf die Vergangenheit spielten auch die Aufgaben der Zukunft in der Rede eine Rolle.

„Es ist wichtig, das Rentenniveau zu stabilisieren und zu erhöhen. Das sind wir den jungen Leuten schuldig“, so der Redner. Man werde nicht aufhören, sich dafür einzusetzen, versprach er. Ein weiteres aktuelles Thema setzte er ebenfalls in den Vordergrund: Man müsse mit allen Mitteln dem Fremdenhass entgegenwirken, sagte Meyer-Lauber und nahm dabei Bezug auf die Partei AfD. „Sie schrecken selbst vor Lügen nicht zurück“, mahnte er. Und betonte abschließend: „Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität.“

Junge Leute erreichen

Wie wichtig eine Gewerkschaft sei, um dies zu erreichen, müsse man auch den jungen Leuten bewusstmachen. Bei einem bunten Unterhaltungsprogramm, bestehend aus Musik, Kaffee und Kuchen sowie dem Comedian Hastenraths Will, ließen die Jubilare und Gäste den Nachmittag stimmungsvoll ausklingen.

Für 70 Jahre treue Mitgliedschaft wurden geehrt: Adolf Meyer, Aloys Simon, Jakob Müller, Hubert Diederich, Friedrich Beissel, Kurt Trümpener, August Heller, Peter Heim, Josef Hütten, Friedrich Bertram, Peter Dümenil, Edmund Fürderer, Ernst Drosson und Hubert Heibey aus Stolberg sowie Franz Alt, Josef Cloot, Christa Fritzsche, Leo Hermanns, Franz-Josef Krönchen, Ewald Mehlkop, Hans Sauder, Heinrich Simon, Franz Voss, Herbert Waschlowsky und Willi Wirtz aus Aachen.

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