Alsdorf - Ideenwettbewerb für die City: Studentinnen siegen

Ideenwettbewerb für die City: Studentinnen siegen

Von: Stefan Schaum
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Für den Planbereich „Hinter dem Rathaus“ legte Maria Shadrova den Siegerentwurf vor. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Wenn man aus Moskau stammt, dann muss einem Alsdorf sehr, sehr klein vorkommen. Eben „einfach nur winzig“. Das ist die Assoziation, die die Architekturstudentin und Siegerin des Wettbewerbs Maria Shadrova bei ihrem ersten Besuch in Alsdorf vor ein paar Monaten hatte. Damals begann der Ideenwettbewerb, der neue Impulse für die Gestaltung der Innenstadt liefern sollte.

Es gab viel Frauenpower für Alsdorfs City – denn vor allem die Damen hatten mit ihren Entwürfen die Nase vorn. Ihre anfängliche Einschätzung hat Shadrova übrigens längst revidiert. „Alsdorf ist für Städteplaner ein Traum! Hier gibt es noch ganz viele Flächen, die man völlig neu gestalten kann.“ Genau das will die Stadt und kann nun aus einem reichhaltigen Ideenfundus schöpfen.

Den Bereich am Zentralparkplatz, wo ein Mix aus Wohnen und Handel entstehen soll, und die derzeit noch grüne Wiese hinter dem Rathaus, wo generationsübergreifende Wohnformen Platz finden sollen, hatten Studenten der Aachener Fachhochschule und der RWTH sowie der FH Düsseldorf neu überplant. Mutige Ideen und kreative Ansätze waren dabei und mal mehr, mal weniger umsetzbare Dinge.

Aus 46 Vorschlägen konnte eine zwölfköpfige Jury am Ende wählen. „Wir hatten das Glück, dass jede Menge gute Ideen und viele neue Impulse dabei herausgekommen sind“, lobte Bürgermeister Alfred Sonders bei der Preisverleihung im Rathaus den Einsatz der Studenten.

Leicht haben die sich nicht getan. „Der Knall kam bei mir erst zwei Wochen vor dem Abgabetermin“, sagt Monika Korth (FH Düsseldorf), die im Bereich Zentralparkplatz den ersten Platz erhielt. „Durch historischen Hintergrund ungeordnet und kleinteilig“, beschreibt die Studentin den Alsdorfer Stadtkern. Ihm eine Struktur zu verpassen, sei ein zähes Ringen gewesen, doch ist es ihr offenbar gut gelungen.

Ein komplettes Sockelgeschoss für Einzelhandel und Parken sieht ihr Entwurf auf 15.000 Quadratmetern für den Zentralparkplatz vor. Darüber können verschiedene Wohnnutzungen gestapelt werden. Eine trichterförmige Achse zwischen Denkmal- und Annaplatz sowie der Bahnhofstraße binden im Entwurf die neue Nutzung in den bestehenden Stadtkern ein.

Einbindung ist auch das Stichwort im Siegerkonzept von Maria Shadrova. Ein Boulevard soll die neue Wohnbebauung hinter dem Rathaus flankieren. So könnte auch ein Quartiersplatz zwischen Rathaus und Cinetower entstehen, der hohe Aufenthaltsqualität mit sich bringt, so das Lob der Juroren.

Was mit ihren Ideen geschieht, wollen nicht nur die beiden Siegerinnen aus der Ferne verfolgen. Auch die anderen Entwürfe können zumindest teilweise bei künftigen Planungen berücksichtigt werden. Es könnte sich durchaus etwas tun, sagte Bürgermeister Alfred Sonders bei der Feierstunde. „Es gibt in der Tat schon Interesse von Investoren, hier tätig zu werden. Ich bin optimistisch, dass wir hier richtig gute Realisationsmöglichkeiten haben.“

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