Ideenwerkstatt: Einzelhandel stärken, Leerstände vermeiden

Von: mas
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Gilt als stadtprägende Platzanlage im Herzen Baesweilers, jedoch ohne eine zufriedenstellende Aufenthaltsqualität: der Kirchvorplatz von St. Petrus. Aufgewertet werden soll deswegen auch die dortige kreisrunde Brunnenanlage.
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Der Baumbewuchs sei zu hoch, monierten einige Bürger mit Blick auf die Kückstraße. Die Baumkronen zu beschneiden oder aber gänzlich anderes Grün anzupflanzen, lauteten die Vorschläge.
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Auch die Gehwege seien in die Jahre gekommen an der Kückstraße, so die Kritik von Workshopteilnehmern. An einigen Stellen haben sich – unter anderem durch Wurzelwuchs – Steine angehoben, die nunmehr Stolperfallen darstellen.
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Stellte den Ist-Zustand der Innenstadt vor und nahm die Ideen, Anregungen und Einwände auf: Jan Siebenmorgen und seine Kollegen von der Aachener Planungsgruppe MWM, einem erklärtermaßen unabhängigen Team von Stadtplanern, Architekten und Bauingenieuren.

Baesweiler. Erst Ideen liefern – dann gibt es (gegebenenfalls) Fördermittel. Ideen, wie man Bereiche der Stadt Baesweiler umgestalten und aufpeppen kann, haben Politiker, Verwalter, Geschäftsleute und Bürger genügend.

Vorgestellt und erarbeitet wurden diese Anregungen jetzt im Kulturzentrum der Burg Baesweiler. Unter dem Arbeitstitel „Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Baesweiler“ trafen sich gut 40 Personen, die an der Verschönerung ihrer Stadt mitarbeiten möchten. Darunter neben Verwaltungschef Dr. Willi Linkens Baesweilers Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel und ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling sowie mehrere Architekten der Aachener Planungsgruppe MWM. Es war das dritte Treffen auf dieser Ebene.

Insgesamt hat sich Baesweiler 60 Projekte zur Optimierung des Stadtbilds ausgesucht. Als Schwerpunkte galten bei der jüngsten Ideenwerkstatt die Bereiche Kirchplatz, Löffelstraße und Kückstraße. Bürgermeister Willi Linkens wies eingangs darauf hin, einzelne Bereiche (Volkspark, Feuerwehrturm) bereits in Angriff genommen zu haben. Auch für die neuen Workshops „wollen wir ihre Ideen erfahren“. Das gemeinsame Ziel dabei: „Wir wollen unser Stadtbild verbessern, den Einzelhandel stärken und Leerstände so gut wie möglich verhindern.“

Die Grundlagen zur Förderung der Mittel stellte Dezernentin Iris Tomczak-Pestel vor, nämlich dass mittelfristige Konzepte vorgelegt werden müssen, um Gelder aktivieren zu können.

Neben den beantragten Maßnahmen stehen weitere Projekte, wie der Umbau der Bereiche Hallenbad und Wasserspielplatz oder die Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) In der Schaaf an. Dass zur Aufwertung der Innenstadt nicht nur Baumaßnahmen gehören, verdeutlichte Dirk Pfeifferling. Auch Werbung und Imageförderung stehen im Blickpunkt. Man arbeite daran, einen Konzeptladen oder auch ein Quartiersbüro einzurichten. Insgesamt ist die Stadt daran interessiert, auch private Akteure „mit ins Boot zu holen“.

Jan Siebenmorgen und Bernd Niedermeier, Architekten der Planungsgruppe MWM, stellten den Ist-Zustand der Bereiche Kirchplatz, Kirch-, Löffel- und Kückstraße vor. In der Kückstraße seien gerade die Verkehrsflächen sanierungsbedürftig, der Kirchplatz ist eine „stadtprägende Platzanlage, die aber keine ausreichende Aufenthaltsqualität hat“. Aufgewertet werden müsse auch die dortige Brunnenanlage.

Die ersten Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen legte Iris Tomczak-Pestel vor. Die Teilnehmer regten an, die Barrierefreiheit zu verbessern, auch bei den Eingängen zu den Geschäften. Eine größere Identifikation mit der Stadt solle durch Bäume, Licht und Verkehrsführung geschaffen werden.

Eine Steigerung der Aufenthaltsqualität am Kirchplatz könne durch das Aufstellen von Kleinspielgeräten oder auch durch das Angebot einer Außengastronomie erreicht werden. Darin waren sich die Teilnehmer einig, sagt Iris Tomczak-Pestel, „da muss nicht unbedingt etwas Riesiges hin“. Wie an anderen Stellen auch, würden kleine, aber effektive Maßnahmen durchaus reichen. Alle Ideen und Anregungen werden nun in den Fachgremien beraten, um dann konkrete Planungen in Angriff zu nehmen.

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