Ideen für August-Schmidt-Platz gefragt

Von: mabie
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August-Schmidt-Platz
Soll wieder neu belebt werden: der August-Schmidt-Platz in Merkstein. Neue Konzepte sind dafür nötig. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Eigentlich brachte der kurze Impulsvortrag von Björn Bock beim FDP-Aktionsabend zum Thema „August-Schmidt-Platz“ in Merkstein schon grundlegende Dinge auf den Punkt. „Der Platz ist völlig leer, auch an einem Samstagmittag“, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Dennoch gebe es viele Punkte, die für ein Leben in Merkstein sprächen: ein attraktives Angebot von Kindertagesstätten und Schulen, „das vielleicht demnächst einzige Schwimmbad in Herzogenrath“, wie Bock es nannte, viele Arbeitsplätze beispielsweise im wachsenden Gewerbegebiet Nordstern oder auch die gute verkehrliche Anbindung auch mit Bus und Bahn.

Doch wie es der Titel der Veranstaltung im mit rund 30 Besuchern besuchten Sportlerheim des SVS Merkstein an der Geilenkirchener Straße schon sagte, ging es vor allem um den zentralen Platz in Merkstein. „Netto weg, Wochenmarkt weg, August-Schmidt-Platz tot!“ hatten die Freien Demokraten ihren Abend überschrieben. Ein Abend, an dem nicht nur viel in Erinnerungen an einst hervorragend besuchte Stadtfeste gekramt, und darüber gesprochen wurde, dass die Geschäftswelt eigentlich nur aus Imbissangeboten und Friseuren besteht, sondern auch ein Abend, den die FDP als eine Art Auftaktveranstaltung verstanden wissen wollte. „Wir wollen künftig mehr solcher Abende anbieten, mit unterschiedlichen Themen“, erklärte Björn Bock am Rande.

Nach seiner kurzen Einleitung ging es dann für die Anwesenden um die Frage, wie eine Belebung des August-Schmidt-Platzes aussehen könnte. Dass sie kommen muss, darüber waren sie sich im Klaren. Eine eindeutige Richtung konnte aber nicht ausgemacht werden. Einzig Spielangebote für Kinder, ob nun wie von der FDP propagiert, in einer Art professionell betriebenem „Kinderland“, oder auf einem attraktiven Spielplatz, wurden als probates Mittel angesehen, vor allem Familien im Ort etwas zu bieten.

„Ich muss hier keine 100 Geschäfte haben“, meinte ein Anwesender, „aber ich muss einen zentralen Treffpunkt für die Menschen haben“. Mit dieser Meinung stand der Gast nicht alleine da: Eine Belebung des Zentrums mit einem Einkaufszentrum sei gar nicht nötig, war der Tenor. Was von einigen Anwesenden klar favorisiert wurde, war eine Attraktivierung des Marktangebotes. Das sorge für Frequenz, das sorge auch in den durchaus vorhandenen Cafés für Belebung.

Dass Neuansiedlungen von Geschäften nicht so einfach zu realisieren sind, darüber waren sich die Besucher ziemlich einig. Und auf die Bemerkung von Moderator Frank Schniske hin, dass er vergebens versucht habe, in Merkstein Kleidung zu kaufen, warf Geschäftsmann Peter Waliczek ein: „Wenn Sie versuchen, in Merkstein eine Hose zu kaufen, dann sind sie weltfremd“. Das tat er natürlich mit einem Augenzwinkern, was ihn aber weniger glücklich machte, war der Umstand, dass der Volkspark Merkstein durch eine Initiative umgestaltet werde, der August-Schmidt-Platz als der viel zentralere Raum aber nicht verschönert werde. „Wir haben da den tollsten Platz, den wir haben können, und da ist nix los“, schloss Waliczek.

Wer die Schuld an der Stille im Zentrum Merksteins hat, das wollte niemand so recht sagen. Die einen meinten, die Stadt müsse aktiver werden, die anderen wussten, dass Vermieter mit ihren Forderungen heruntergehen müssten, wieder andere sagten, dass es mehr Veranstaltungen geben müsste. Als Fingerzeig in die richtige Richtung wurde hier der „Markt der Möglichkeiten“ des AWO-Quartiersbüros „Mitten in Merkstein“ gesehen, der für Bewegung im Ort sorgte. Wem das zu wenig war, dem erwiderte Ursula Kreutz-Kullmann von „Mitten in Merkstein“, dass sie lieber zwei als gar keine Veranstaltungen pro Jahr habe. Und im gleichen Atemzug lud sie dazu ein, sich am Mittwoch, 16. November, ab 10 Uhr, zur Vorbereitungsrunde für den nächsten „Markt der Möglichkeiten“ zu treffen. Treffpunkt ist das Quartiersbüro von „Mitten in Merkstein“, das direkt am August-Schmidt-Platz liegt.

Die FDP plant die nächste Veranstaltung zum Thema Merkstein im März.

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