Idee der CDU: Neue Urnenstelen für den Friedhof

Von: mas
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Baesweiler. Die Idee kommt vom CDU-Ortsverband Oidtweiler. Im Visier haben der OV und seine junge Chefin Ina Heinrichs die Verabschiedungshalle auf dem heimischen Friedhof. „Sie wird für ihren ursprünglichen Zweck eigentlich nicht mehr genutzt“, haben Heinrichs und Co. festgestellt.

Also soll die Halle in Zukunft „wieder mehr in den Blickpunkt trauernder Menschen gerückt und sinnvoller genutzt werden“.

Wie, das haben die Christdemokraten als Anregung in ihrem Antrag an die Stadtverwaltung gleich mitgeliefert. Die Aufstellung von Urnenstelen würde eine neue Form der Bestattung ermöglichen. Ina Heinrichs: „Immer mehr Menschen entscheiden sich heute für Urnenbestattungen.“ Die Christdemokraten betonen: „Diese Form der Grabstätte ist leichter zu pflegen. Sie ist kleiner und deshalb auch gebührengünstiger als Grabstätten für Särge.“

Die CDU schlägt vor, mit den in der Verabschiedungshalle aufgesetzten Urnenstelen eine oberirdische Beisetzung zu ermöglichen. Heinrichs: „Dies ist eine neue Form der Bestattung, die nach unserer Ansicht auch dem Wunsch vieler Angehöriger entspricht.“ Außerdem werben die Antragsteller – der Rat entschied sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Prüfung des Vorhabens und Ermittlung der Kosten – auch damit, dass die Optik und die Vielfalt derartiger Urnenstelen zu einer Aufwertung des Friedhofes beitragen. Zwischen den Urnenstelen soll die Möglichkeit geschaffen werden, Opferkerzen aufzustellen. Die ursprüngliche Funktion als Verabschiedungshalle soll auch nach dem Umbau weiterhin gewährleistet sein.

Baesweilers Stadtverwaltung steht dem Projekt insgesamt positiv gegenüber. Allerdings sind Urnenstelen säulenförmige Gebilde, die in einem Stück gefertigt werden. So ist die Aufstellung aufgrund der begrenzten Höhe der Verabschiedungshalle nicht möglich. Auch die Schaffung eines erforderlichen Fundamentes für die deutlich schwereren Stelen wäre an dieser Stelle sehr aufwendig. Also sieht die Stadt als Alternative die Möglichkeit der Errichtung einer Urnenwand mit 14 Kammern, die jeweils Platz für ein bis zwei Urnen vorsieht. Eine Erweiterung ist jederzeit möglich. Zuzüglich könnte man, so lautet der Vorschlag der Verwaltung, Bereiche zum Abstellen von Blumen und Kerzen sowie die Aufstellung eines Kreuzes mitplanen.

Die Urnenkammeranlage würde in der Anschaffung etwa 13.500 Euro kosten. Dazu kommen Lohn- und Materialkosten für die Schaffung des Fundamentes, dass die Mitarbeiter des Bauhofes anlegen würden. Wie hoch die Gebühren der Grabstätte sein werden, muss noch ermittelt werden. Nach Auffassung der Verwaltung wird diese Gebühr unter der von „amerikanischen Grabstätten“ liegen. Denn der Pflegeaufwand ist deutlich geringer.

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