„Ich habe einen Traum“ als szenische Collage

Von: Nina Krüsmann
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Mit Texten, Tanz und Theaterszenen: Das junge Ensemble des Herzogenrather Gymnasiums setzt sich mit Träumen auseinander. Foto: Krüsmann

Aachen/Herzogenrath. Es gibt niemanden, der nicht träumt, ob zu Hause, in einem Café oder gar bei den Hausaufgaben. Auch die Schüler der Theaterwerkstatt der Jahrgangsstufe 11 des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath haben ihre ganz persönlichen Träume.

Dabei geht es ihnen weniger um private Wünsche oder die eigene Zukunft. Die Gesellschaft, politische Entwicklungen und allgemeine Bedürfnisse stehen in ihrem Fokus. Gedichte und andere Texte haben die 15 Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zu einer szenischen Collage inspiriert, die sie nun im Rahmen der Schultheatertage der Städteregion Aachen unter dem Titel „Ich habe einen Traum“ aufführen.

Frieden und Gerechtigkeit

Die Realität spielt sich im Klassenzimmer ab, das neben der Bühne aufgebaut ist. Hier sitzen die Schüler im ganz normalen Alltag, währenddessen sich der eine oder andere manchmal in Tagträumen verliert. Abwechselnd schläft immer wieder einer der Schüler ein. Das was, er träumt, spielt sich auf der Bühne ab. Es geht darum, die Welt ein Stück weit besser zu machen, um Frieden und Gerechtigkeit, den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit. „In unseren Träumen verarbeiten wir den Alltag. Wir träumen davon, dass zum Beispiel Ausländer oder Homosexuelle ganz normal behandelt und nicht mehr diskriminiert werden“, erklärt die Schülerin Kathrin Goldbach, die die Inszenierung auch am Klavier begleitet.

„Die besondere Herausforderung ist, dass alle Schüler immer gleichzeitig auf der Bühne agieren“, erklärt die Leiterin Gabriele Sauer. Gleichzeitig habe man ein Stück schaffen wollen, dass allen Bedürfnissen gerecht wird: Mal soll es lustig sein, mal ernst, mal ohne Sprache auskommen, mal mit Musik. All das ist den Jugendlichen mit dieser besonderen, 50-minütigen Eigenproduktion gelungen und noch viel mehr. Die szenische Collage zeigt, wie unterschiedlich Träume sein können: Es gibt angenehme und beunruhigende, wir träumen uns Wünsche und sind erstaunt, wenn sich Träume bewahrheiten. In Träumen können wir vielleicht Gefühle zeigen und sogar leidenschaftlich sein. Wir sehen uns aber auch mit Hass und Angst konfrontiert.

Die Emotionen bei den Aufführungen im Aachener Theater 99 sowie in der Schule begeisterten das Publikum. Gedichte und immer wieder Bewegungstheater sowie Tanzszenen und eigene Musik wechselten sich effektvoll ab. Und nicht selten zaubert ein „Happy End“ ein Lächeln auf das Gesicht der Zuschauer.

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