Würselen - Hunnen sind in Morsbach die Attraktion

Hunnen sind in Morsbach die Attraktion

Von: mabie
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Ein kräftiger Händedruck von den befreundeten Horden gehörte bei der herzlichen Begrüßung natürlich dazu. Foto: Markus Bienwald
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Die Kinder der Hunnen genossen ihren großen Auftritt vor vielen hundert Besuchern in Morsbach. Foto: Markus Bienwald

Würselen. So muss das sein: Erst dem König Attila ein Geschenk machen, dann den Becher mit köstlichem Trank leeren und dann ein kräftiger Händedruck. Dieses Ritual war am Wochenende auf der Festwiese in Morsbach immer wieder zu beobachten. Beim mittlerweile zwölften Hunnenlager der Karnevalsgesellschaft „Erste Öcher Hunnenhorde“ gehörten viele Rituale und Brauchtümer natürlich dazu.

Aber Attila, der im bürgerlichen Leben Norbert Kaußen heißt und Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft ist, hat an diesem Wochenende neben seiner außergewöhnlichen Kleidung und der Schminke im Gesicht natürlich noch mehr im Sinn. „Wir treffen uns hier, es ist wirklich gesellig und natürlich feiern wir auch ein bisschen“, sagt der 71-Jährige lachend. Besonders im Hunnen-Look sieht man ihm sein Alter gar nicht an. Doch lange, so betont er, braucht er als erfahrener Hunne, auch in seiner Rolle als Attila nicht, um sich derart auszustatten. „Mit Schminken brauche ich eine halbe Stunde“, sagt er gut gelaunt, bevor er die nächsten befreundeten Horden empfängt.

Auch Ritter lassen sich sehen

Und das waren einige, die sich am vergangenen Wochenende auf den Weg nach Morsbach machten. Aus dem gesamten Rheinland waren aber nicht nur die Hunnenhorden mit ihren Jurten, den typischen Zelten, angereist. Auch Ritter und Mittelalterfans waren unter den vielen hundert Gästen, die das etwas kühlere Sommerwetter ob ihrer teils dicken und schweren Trachten und Accessoires sichtlich genossen. Zur Schau stellen, sehen und gesehen werden und natürlich den gelassenen hunnischen Lebensstil pflegen, das hatte oberste Priorität.

Liebevoll zusammengetragen

Natürlich gehörte aber auch eine zünftige Eröffnungsfeier dazu, ohne die geht es bei den Hunnen nicht. Denn erst, nachdem die Schamanin nicht nur das offizielle Lagerfeuer entzündet, sondern auch die Götter angerufen hatte, war klar, dass dieses Hunnentreiben am Wochenende unter einem guten Stern stand und viel Freude bereiten würde. Und so gelassen, wie es die Könige und Fürsten an ihrer halbrunden Tafel mit Trank und weiteren leiblichen Genüssen angehen ließen, ging es auch auf dem gesamten Festgelände zu.

Da öffneten die Hunnen gerne ihre Zelte, zeigten, was sie haben und trugen stolz ihre mit vielen Federn und natürlich viel Fell ausgestatteten Kostüme zur Schau. Kleine Verkaufsstände sorgten für den nötigen Ersatz, wenn die meist in vielen Jahren liebevoll zusammengetragene Sammlung von Ausrüstungsgegenständen nach Ergänzung rief. Viel und vor allem deftiges Essen durfte nicht fehlen, schließlich haben echte Hunnen Haare auf der Brust und sind keine Weicheier. Das ein oder andere zünftige Ritual durfte außerdem nicht fehlen und auch die Neulinge tauchten fasziniert in die hunnische Lebenswelt ein.

Es gibt viel zu sehen

Eine Hochzeit gab es, wie auch die offizielle Einführung neuer Hunnen in die verschworene Gemeinschaft. „Ein Jahr Wartezeit muss sein, erst dann nehmen wir jemanden neu in die Horde auf“, unterstrich Kaußen zu den hunnischen Gepflogenheiten. Ein festes Programm gab es allerdings nicht, dafür gab es viel zu sehen, denn die ursprünglich einmal als Karnevalsgesellschaft gestarteten Hunnen hatten natürlich viel Besuch von KGs aus dem Öcher Raum.

Parkraum ist knapp

Vor allem viele Tänze gab es zu sehen, so war schon die Eröffnung mit einem mitreißenden Bauchtanz ein echter Hingucker. Und das honorierten nicht nur die vielen Gäste schon am Samstag, denn vor allem der Sonntagnachmittag sorgte in den Straßen von Morsbach für einen echten Ausnahmezustand – zumindest, was das Parken anging.

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