Hütten und Kletterpark gleich in Beschlag genommen

Von: Yannick Longerich
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Aus Alt mach Neu: Viele der neuen Attraktionen auf dem Außengelände des evangelischen Familienzentrums Alsdorf-Mitte haben Überreste der alten Anlage in sich integriert. Vor dem anspruchsvollen Kletterwald ruhen sich die Organisatoren Hans Krupp und Heinz Wolte (im Hintergrund) zusammen mit Leiterin Rita Krupp (Bildmitte) und einigen Kindergartenkindern ein wenig aus. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Fast drei Jahre lang hatten Kinder, Eltern und Förderer des Projekts auf diesen Tag hingefiebert: Als Hans Krupp vom evangelischen Kindergartenverein Alsdorf – dem Träger des Familienzentrums am Bodelschwinghweg in Alsdorf Mitte – das neu gestaltete Außengelände für eröffnet erklärte, wurde er von seinen Schützlingen förmlich überrannt.

Neue Holzhütten, Wippen, eine Wasserstelle und ein anspruchsvoller Kletterpark stehen den jungen Besuchern des evangelischen Kindergartens von nun an zur Verfügung. „Eigentlich waren wir uns damals einig, als die Idee zur Umgestaltung gereift war, dass alles ganz schnell gehen sollte. Aber wie es so schön heißt: Gut Ding will etwas Weile haben“, sagte Krupp schmunzelnd.

Der Förderverein der evangelischen Kindergärten Ofden und Mitte hat in Kooperation mit dem Kindergartenverein durch eisernes Sparen, viel Herzblut und ehrenamtliches Engagement ein Projekt stemmen können, auf das Jung und Alt stolz sein können.

Kindergartenleiterin Rita Krupp führt stolz über die schmucke Anlage. „Wir legen unseren pädagogischen Schwerpunkt auf Bewegung und Selbstbewusstsein. Den Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden, in ihrer neuen Abenteuerwelt gemeinsam zu wachsen“, erklärt sie.

Alt und Neu geben sich hier im wahrsten Sinne des Wortes die Hand: Eine morsche Zeder musste während der Bauarbeiten weichen. Anstatt sie zu entsorgen, wurden mit ihren Ästen der neue Kletterwald aufgebaut, Stammscheiben dienen fortan als rustikale Hocker an der Lagerfeuerstelle und ein langes Stück wurde zu einem Schwebebalken umfunktioniert.

Auch die alte Rutsche, welche über Generationen hinweg seit dem Bau der Einrichtung in den 70er Jahren für Spaß sorgte, wurde in die neue Welt integriert. Besonders stolz ist Rita Krupp auf die Wasserstelle, in der die Kinder Abenteuer mit allen Elementen erleben. „Die Stelle existiert schon etwas länger. Wir hatten zu Beginn Probleme mit der Drainage, was eine ,Matschecke‘ zur Folge hatte.

Mittlerweile ist diese gar nicht mehr wegzudenken, die Kinder lieben sie und auch die Eltern haben sich mit ihr angefreundet.“ Das Projekt wurde mit den Ideen der Kinder gestaltet, viele Vorschläge wurden gesammelt. Einige der jungen Besucher haben die gesamte Entwicklung verfolgt. Staunende Blicke auf den knatternden Bagger sind nun ausgelassenen Freudenschreien gewichen.

Auch Heinz Wolke von der evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf war rundum zufrieden mit dem Ergebnis: Die Verwaltungsaufgaben, die der Kindergartenverein und der Förderverein zu bewältigen hatte und immer noch hat, sind natürlich nicht zu unterschätzen. Ein solches Projekt bedarf sehr viel zeitlichen Aufwand. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das alles undenkbar gewesen.“

In der Zukunft soll die neue Außenanlage eng mit dem Lehrplan verknüpft werden. Rita Krupp verrät: „Pflanzenprojekte wie unser kleiner Kräutergarten stehen bei den Kindern sehr hoch im Kurs. Generell möchten wir so arbeiten, dass die Kinder ihre Themen selber entdecken und wir als Pädagogen diese Themen aufnehmen können.“ Ob Feuerkäfer beobachten oder Fußball-Golf spielen: Die nächsten Generationen des evangelischen Kindergartens stehen spannende Abenteuer bevor.

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