Hündin Laika mit brisantem Fund: Handgranate im Maul

Von: bea
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Verrostet und dreckbeschmiert: die Handgranate, die Laika im Maul hielt. Foto: Stöcker

Alsdorf. Ein entspannter Spaziergang sollte es werden am Montagmorgen im Ofdener Feld. Sebastian Stöcker wollte das sommerliche Wetter genießen, seine stattliche Rhodesian-Ridgeback-Hündin Laika den nötigen Auslauf bekommen.

Auf einem umgepflügten Feld jedoch trat der 37-Jährige auf etwas Hartes, einen Stein, wie er glaubte. Schwupps hatte der agile Vierbeiner auch schon danach geschnappt und hielt das vermeintliche Beutestück im Maul. „Ich habe sofort danach gegriffen und es ihm wieder abgenommen“, berichtet Stöcker. Umso größer war sein Schrecken, als er dann eine Handgranate in den Fingern hielt. Offenbar ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, das augenscheinlich schon des öfteren untergepflügt und wieder zum Tageslicht gekommen war.

Unter einer Pflanze versteckt

„Ich habe die Granate sofort unter einer Pflanze versteckt, damit sie nicht noch spielende Kinder finden, und dann die Polizei informiert“, sagt Stöcker.

Die war schnell vor Ort, um den Fundort vorsorglich abzusperren und den Kampfmittelbeseitigungsdienst abzuwarten, der das gefährliche Relikt schließlich in Empfang nahm. Sebastian Stöcker hat genau nach Empfehlung gehandelt.

Die bei der Bezirksregierung Düsseldorf angesiedelten Spezialisten werden über 1000 Mal im Jahr zu Kampfmittelfunden aus den beiden Weltkriegen gerufen. Mitarbeiter in zwei Teams sind dafür rund um die Uhr im Einsatz.

Besonders gefährdet seien Kinder, Sammler von Militaria, Land- und Forstwirte, Bauarbeiter im Tiefbau und Angehörige von Schrottrecyclingfirmen. Wer Gegenstände wie Bomben, Granaten oder ähnliche Kampfmittel findet, sollte Abstand halten und sofort Hilfe holen.

Das NRW-Innenministerium warnt auf seiner Homepage: „Munitionsähnlichen Fundgegenständen ist mit besonderer Vorsicht zu begegnen. Die Ordnungsbehörden, die Feuerwehr oder die Polizei müssen umgehend informiert werden. Fundgegenstände sind am Ort zu belassen. Berühren oder gar Untersuchen verdächtiger Gegenstände kann lebensgefährliche Folgen haben.“

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