Hubert Hoffmann präsentiert europäische und nordamerikanische Orgelmusik

Von: ch
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Konzert: Hubert Hoffmann an der Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes in Siersdorf . Foto: W. Sevenich

Siersdorf. Hubert Hoffmann ist ein erfahrener Organist. Und weil er eben ein so erfahren ist, hat er den Zugriff auf ein umfangreiches Repertoire. Was er will und was er kann, hat Hoffmann auf seiner Orgel, der der Siersdorfer Pfarrkirche St. Johannes gezeigt.

Dass es dabei um ein breites Spektrum an Musik ging, zeigte schon der Titel des Programmes an: „Europäische und nordamerikanische Orgelmusik aus vier Jahrhunderten“. Hoffmanns, so der Untertitel besagten Programmes, „Hommage an Denis Bédard“, den Organisten der katholischen Kathedrale im westkanadischen Vancouver, bestand aber nicht nur aus dessen Variationen über gregorianische Themen und freien Werken. Vorangestellt hatte der Interpret eine Batalla, ein klingendes Schlachtengemälde, eines anonymen Meisters aus dem 17. Jahrhundert. Der ersten (Dreier-)Gruppe von Bédard-Kompositionen folgte eine Fantasia des Erfurter Bach-Schülers Johann Christian Kittel, in der – obwohl vom Formenmuster her noch dem Barock verpflichtet – viele Elemente schon auf die Klassik hinwiesen.

Dem zweiten Bédard-Block folgte schließlich eine „Sortie“, ein Stück zum Auszug der Geistlichkeit aus dem Kirchenraum, des französischen, 1937 verstorbenen Romantikers Louis Vierne. Von seiner Zusammensetzung her erwies sich Hoffmanns Konzert als folgerichtig und kontrastreich konzipiert. Es stellte liturgisch gebundene und eher weltliche Schöpfungen neben einander, kombinierte ausdrucksstarke und introvertierte Momente. Bédards eigenes Schaffen bildete es in seinem ganzen an Melodie und Klangfarbe orientierten Vielfalt ab. Und darum wurde es dem Musiker Hubert Hoffmann in der ganzen Bandbreite seines Könnens mehr als einmal gerecht.

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