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Hubert Hoffmann, ein Musiker mit Leib und Seele, wird am Sonntag 70

Von: Bernd Mathieu
Letzte Aktualisierung:
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Virtuoses Spiel: Hubert Hoffmann – hier an der Orgel in der Kirche St. Lucia in Broichweiden – kann sich auch mit 70 mit dem Ruhestand noch nicht anfreunden. Foto: Stefan Schaum

Herzogenrath/Freialdenhoven/Siersdorf. Er ist technisch versiert, und er hat ein Herz für Musik. Er spielt mit Brillanz und Eleganz. Melodien ziehen sich von Kindheit an wie klangliche Fäden durch sein Leben. Sie verbinden verschiedene Ebenen, die von Arbeitsstellen in Pfarrgemeinden und Schulen über Konzerte und Klavierunterricht bis zu eigenen Kompositionen und CD-Aufnahmen reichen. Hubert Hoffmann aus Herzogenrath darf man einen Musiker mit Leib und Seele nennen. An diesem Sonntag wird er 70 Jahre alt.

Er wurde in Würselen-Bardenberg geboren, als Sohn durchaus musikalischer Eltern. Der Vater spielte Akkordeon und Bandoneon, die Mutter sang im Kirchenchor. Als Elfjähriger begann Hubert Hoffmann mit dem Klavierunterricht und konnte trotz seiner eher zurückhaltenden und bescheidenen Art sein Talent nicht verbergen: Mit 14 saß er bereits an der Pfeifenorgel und wechselte mit 17 vom Aachener Pius-Gymnasium an das Gregoriushaus, jener beinahe schon legendären katholischen Hochschule für Kirchenmusik. Dort war er vier Jahre in der Oberklasse und schloss sie mit dem Examen als 21-Jähriger ab.

Nach einer ersten kleinen Stelle nahm Hubert Hoffmann sein Studium an der Musikhochschule Köln auf, wo er unter anderem bei Professor Norbert Schneider studierte und eine vielbeachtete Arbeit über den französischen Organisten und Komponisten Louis Vierne und dessen Stück „Carillon de Westminster“ schrieb.

Hoffmann arbeitete nach dem Examen viele Jahre als Musiklehrer in verschiedenen Schulen in Würselen, Alsdorf und Übach-Palenberg, war Organist und Chorleiter in diversen Pfarrgemeinden, darunter in Alsdorf-Ofden, Kohlscheid-Kämpchen, in Herzogenrath (Pfarre Herz-Jesu), in Niedermerz und Dürboslar, zuletzt als Organist an der wunderbaren Klais-Orgel in St. Lucia Würselen-Broichweiden, bevor er jüngst wieder den Organistendienst an der Deutschordenskirche in Siersdorf (Stahlhut-Orgel) und in Freialdenhoven aufnahm, mit dem Ruhestand konnte er sich noch nicht anfreunden.

Hoffmann hat sich nie zurückgelehnt, nie auf Lorbeeren ausgeruht. So absolvierte er Meisterkurse bei der großartigen Organistin Prof. Rosalinde Haas in Frankfurt. Zu seinen Lehrern gehörte auch der Aachener Domorganist Kirchenmusikdirektor Herbert Voß. Hubert Hoffmann führte außer in seinen jeweiligen Pfarren mehrfach Konzerte im Aachener Dom, im Dom zu Münster und in den Niederlanden auf. Insgesamt kommt er auf etwa 100 Konzerte.

Hubert Hoffmann hat mehrere CDs eingespielt und einige Kompositionen herausgegeben, darunter eine Toccata für Orgel, eine Trilogie über „Te Deum“ und eine Sonate für Flöte und Orgel. Ganz eindeutig liegen ihm die französischen Komponisten. Er liebt die Raffinesse, die klangliche Vielfalt und die virtuose Herausforderung von Komponisten wie Louis Vierne, Marcel Dupré oder Charles-Marie Widor. Aber auch Kompositionen englischer Organisten spielen bei ihm immer wieder eine Rolle sowie auf deutscher Seite Dietrich Buxtehude und Max Reger.

Sein „neuer Favorit“, wie er es selber ausdrückt, ist der Kanadier Denis Bédart. Mit dem Komponisten und Organisten aus Vancouver steht Hubert Hoffmann in regem Kontakt. Bei seinem nächsten Konzert, davon darf man ausgehen, wird uns Hubert Hoffmann gewiss eine Bédart-Komposition servieren.

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