Homepage nachjustiert: Neubürger besser berücksichtigt

Von: mabie
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Kerstin Harings (l.) und Birgit Kuballa stellten die für Neubürger und in Sachen Flüchtlingshilfe geänderten Homepage-Buttons des Internetauftritts der Stadt Herzogenrath vor. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Eine Einstellungsvoraussetzung hat der neue weiße Teddybär, der Neubürgern in Herzogenrath ab sofort mit auf den Weg gegeben wird, schon mitgebracht. „Ich finde ihn kuschelig und süß“, sagte Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Zwei Eigenschaften, die für Kuscheltiere unabdingbar sind, hat er damit – der Teddybär.

Die städtische Homepage hatte hingegen hinsichtlich ihrer Eigenschaften für Neubürger noch Nachholbedarf. Hier hat die Stadtverwaltung nun nachjustiert, und legt nach dem ersten Meilenstein für Neubürger mit der 1999 eingeführten „Bürgermappe“ nun im digitalen Zeitalter nach. „Damals war die Bürgermappe sehr fortschrittlich“, erinnert sich Jürgen Venohr als Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste.

Die Mappe hat nun ausgedient, statt Papier setzt die Stadt unter ihrer Netzadresse www.herzogenrath.de voll auf die digitale Einbindung. Los geht es beim Button „Neu in Herzogenrath?“, der an prominenter Stelle platziert ist. Wer darauf klickt, öffnet eine ganze Palette von Informationen. „Wir haben auch mit Blick auf das von uns erfolgreich veranstaltete Projekt Familienzeit Angebote gebündelt, die allen weiterhelfen sollen, die neu sind in unserer Stadt“, so Birgit Kuballa, die für die Umsetzung verantwortlich zeichnet.

Erste Schritte, eine Checkliste, alles rund ums Haus und Wohnen, Betreuung, Bildung und Beratung, Familie und Freizeit, sowie „Meine Stadt“ sind dort unter dem Grußwort des Ersten Bürgers zu finden. Von den Driesch sagt dort, dass ein Ziel war, Zeit für Familien zu schaffen. „Das war ein Ergebnis aus der Familienzeit, denn wir stellen fest, dass moderne Familien immer weniger Zeit zur Verfügung haben“, erklärt Birgit Kuballa.

Für Neubürger, die womöglich samt Familie nach Herzogenrath kommen, seien die Zeitfenster noch kleiner, so soll die redaktionell überarbeitete und um den Menüpunkt „Neu in Herzogenrath?“ ergänzte Internetseite helfen, schnell Übersicht zu bekommen.

„Natürlich hätten wir das auch auf Papier machen können, und auf Nachfrage wird das gerne auch noch mal ausgedruckt“, sagt Kuballa weiter. Aber der moderne Mensch trage nun einmal per Smartphone die vernetzte Welt in seiner Tasche, so sei es sinnvoll, gebündeltes Know-how elektronisch darzustellen.

Damit dennoch etwas in den Händen der Neubürger landet, gibt es besagten, kuscheligen und süßen Bären. Der hat nämlich ein blaues T-Shirt vom Bündnis für Familie an, und trägt auf der Rückseite den Hinweis auf die entsprechende Seite im Herzogenrather Netzauftritt.

Knallgrüne Frösche gibt es auch noch, die haben sogar eine Mikrofaserstruktur an der Unterseite, mit dem sich das Smartphone nach dem Surfen wieder von Fingerabdrücken befreien lässt. Dazu dienen auch Merkleisten für die heimische Wand als Werbeträger.

Werbende ganz anderer Art hat hingegen Kerstin Harings im Sinn. Sie ist nicht nur Flüchtlingsbeauftragte, sondern regte auch die Überarbeitung der entsprechenden Informationen auf der Homepage an. Der Unterpunkt Flüchtlingshilfe hat nun eine echte Dialogstruktur, bei der Interessenten nach dem Willen der Macher über Unterpunkte zu den für sie interessanten Punkten geführt werden. „Wer beispielsweise bei der Flüchtlingsarbeit helfen will, oder eine Unterkunftsmöglichkeit anbietet, kann hier spezielle Fragebogen ausfüllen“, so Harings.

Ziel dieser Umstrukturierung der Homepage ist es, die Flüchtlingsarbeit gezielter auf den Bedarf abzustimmen. „So suchen wir derzeit beispielsweise händeringend Pflegeeltern für unbegleitete, junge Flüchtlinge“, gibt sie ein Beispiel. Einen Bären gibt es für diese Anfragen allerdings nicht, nur vorab schon mal den Dank der Stadt für den Willen, zu helfen.

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