Holl singt im Alsdorfer Energeticon

Von: Stefan Schaum
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Stolz auf den „Leckerbissen“: Robert Holl im Energeticon: „Vocallis“-Geschäftsführer Jo Zinken (l.) und der künstlerische Leiter des Festivals, Roger Braun (2.v.r.), freuen sich auf die Kooperation mit dem Energeticon, vertreten durch Harald Richter und Lynn Verhaelen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Dass das ehemalige Fördermaschinenhaus im Alsdorfer Energeticon sich als Konzertsaal richtig gut macht, ist kein Geheimtipp mehr und mittlerweile auch jenseits der Grenzen bekannt. „Der Saal hier ist richtig faszinierend“, sagt Roger Braun, künstlerischer Leiter des im vergangenen Jahr gestarteten deutsch-niederländischen „Vocallis“-Festivals. Deshalb hat er das Energeticon diesmal mit auf das Programm gesetzt und ihm sogar ein Highlight spendiert: Am Freitag, 4. Oktober, wird der Sänger Robert Holl zu Gast in Alsdorf sein.

Die Bass-Stimme des gebürtigen Niederländers Holl, der heute in Wien lebt, ist weltweit gefragt. „Eigentlich ist es purer Luxus, diesen Mann zu bekommen“, sagt Braun, der deshalb seine freundschaftlichen Beziehungen zu dem Künstler genutzt habe.

Auf seiner Suche nach neuen Konzertstätten war Braun, der am Aachener Standort der Musikhochschule Köln lehrt, schnell auf Alsdorf gestoßen. „Diese Halle hier ist nicht nur optisch fesselnd – hier können sich Stimmen auf ganz besondere Weise entfalten.“ Und um Stimmen geht es schließlich bei diesem Festival, die begleitenden Instrumentalisten sind eher ein Beiwerk.

Der Nachhall ist das Geheimnis. „Exakt 2,5 Sekunden klingt die Stimme in diesem Raum nach“, sagt Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter. Das hatte eine Messung ergeben. Nicht zu viel Echo, und nicht zu wenig. „Eine richtig feine Akustik.“ Rund 300 Zuhörer können beim Alsdorfer Termin in der „Vocallis“-Reihe in diesen Genuss kommen. Mit der Aussicht auf Verlängerung. Richter: „Das soll keine Eintagsfliege werden. Wir sind auch im kommenden Jahr gern dabei.“

Überhaupt soll die Musik eine noch größere Rolle im Energeticon spielen, wo Richter zum Beispiel Jazz-Abende vorschweben. Mit dem Hörgenuss ist es in der „Vocallis“-Reihe übrigens nicht getan. „Wir möchten die Menschen für den Gesang begeistern und sie selbst zum Singen bringen“, sagt Roger Braun.Workshops und Vorträge gehören deshalb ebenfalls zum Programm vom 4. bis zum 13. Oktober. Diesmal zwar noch nicht in Alsdorf, aber das kann noch kommen.

Braun: „Dieser Konzertsaal liegt zwar ein wenig in der Pampa, aber für uns ist er eine ganz hervorragende geographische Ergänzung des Festivals.“

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