Herzogenrath - Hoffnung auf schnelles Internet im idyllischen Noppenberg bleibt

Hoffnung auf schnelles Internet im idyllischen Noppenberg bleibt

Von: mabie
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Als Autobahn und Rennstrecke wird die L47 zwischen Herzogenrath und Alsdorf von den Noppenbergern empfunden.
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Bis hierhin und nicht weiter: An der Durchfahrtssperre aus Ruif in Richtung Niederbardenberg wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Herzogenrath. „Eine Gemeinschaft lebt davon, dass es Menschen gibt, die mehr tun als sie müssen“, steht an der Wand des Hauses der Heimatfreunde Noppenberg zu lesen. Man merkt, hier ist die Welt in Ordnung. Oder etwa doch nicht? Um das zu klären, trafen sich am Dorfleben Interessierte im Vereinstreff der Heimatfreunde.

Mitten im Ort gelegen, bot dieses Vereinsheim im Grünen die beste Voraussetzung, um mit Professor Dr. Christian Hebel von der Gesellschaft für Regional-, Stadt-, Umwelt- und Verkehrsplanung P4 aus Aachen im Auftrag der Städteregion über Dinge zu sprechen, die gut oder verbesserungswürdig sind im Ort.

Die schöne Landschaft, der ländliche Charakter, Ruhe, die lebendige Ortsgemeinschaft, die Aktivitäten der Heimatfreunde, das traditionelle Dorfbild mit Landwirtschaft, der Zusammenhalt im Ort oder auch die Streuobstwiese standen am Ende der Diskussion auf der Habenseite.

Was den Noppenbergern nicht so gut gefiel, war vor allem die Anbindung, zum Beispiel an Niederbardenberg. Zudem gibt es keine Gaststätte mehr im Ort, die Grünpflege durch die Stadt Herzogenrath empfanden einige als nicht gut, und vor allem auch die fehlenden infrastrukturellen Einrichtungen wie Post, Geschäft und Öffentlicher Personennahverkehr standen auf der Minus-Seite.

Hinsichtlich des Busverkehrs wollte Verkehrsexperte Professor Hebel den Menschen vor Ort keine Illusionen machen. „Es ist wirklich müßig zu sagen, die Kommune soll hier vier Buslinien fahren lassen, das wird es nicht geben“, machte er deutlich. Doch Fahrgemeinschaften untereinander, oder, wie von Bürgermeister Christoph von den Driesch angeregt, die Möglichkeit, über einen Bürgerbus nachzudenken, könnte hier Abhilfe schaffen. „Das geht natürlich nicht für Noppenberg alleine“, machte der Verwaltungschef mit Blick auf die Einwohnerzahl von 458 fest. Zudem brauche ein Bür-gerbus auch Ehrenamtler, die das Ganze schultern, und Menschen, die das Angebot Bürgerbus auch tatsächlich nutzen.

In der mehr als zweistündigen Veranstaltung wurde auch deutlich, dass die Landstraße 47 zwischen Herzogenrath und Alsdorf ein stetes Ärgernis für die Noppenberger darstellt. Sie bezeichneten sie als „Rennstrecke“ und „Autobahn“, forderten mehr Kontrollen, die aber Bürgermeister von den Driesch aufgrund der Zuständigkeiten nicht zusagen konnte. Gewünscht wird eine Verkehrsberuhigung, damit sich auch die aus der Brunnenstraße oder der Römergasse kommenden Kraftfahrer problemlos auf die L 47 einfädeln können oder auch die direkt an der Straße Wohnenden ohne Unfallgefahr ihre Einfahrten befahren können.

Das Thema Schleichweg ist seit der Absperrung zwischen Ruif und Kämerhofer Straße seit über zehn Jahren vergessen. Doch gleichzeitig vermissen die Noppenberger die verkehrliche Anbindung an das räumlich so nahe Niederbardenberg. „Lösungen über Straßenbaumaßnahmen sehe ich hier nicht auf uns zukommen“, machte Bürgermeister von den Driesch deutlich.

Schnelle Wege werden auch zumindest seitens des magentafarbenen Dienstleisters in Sachen Internet vermisst. 2009 sei das Problem bekannt geworden, gab hierzu der Erste Bürger Auskunft. Doch die Telekom habe verlangt, dass die Stadt die Ausbaukosten übernimmt, dann könne der Dienstleister das schnellere Internet anbieten: „Eine Unverschämtheit“, wie von den Driesch fand. Zwischenzeitlich gebe es aber andere Lösungen, wie einige Wortbeiträge von Anwohnern zeigten.

Hinsichtlich der Ruhemöglichkeiten im beschaulichen Ort sorgte aber der Kopf der Heimatfreunde Noppenberg, Helmut Königs, für Entspannung. „Noppenberg bekommt fünf Bänke zusätzlich“, sagte er, „sie werden in den nächsten zwei Wochen stehen.“

Zudem wollen die Bürger gemeinsam die Informationen untereinander besser angehen, sich noch mehr als bisher zusammenfinden. Spontan sagte beispielsweise Thorsten Krings zu, künftig einen samstäglichen Treffpunkt auf dem idyllischen Spielplatz zu organisieren. Ein Punkt, mit dem auch Professor Hebel zufrieden war, „denn wenn‘s keiner macht, dann macht‘s keiner“.

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