Hörgenüsse von Bach bis Bolero auf der Weimbs-Orgel

Von: nina
Letzte Aktualisierung:
10098407.jpg
Konzentriert an den Tasten: Angelo Scholly entlockte der Weimbs-Orgel feine Töne. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Von Bach bis Bolero“ entführte ein festliches Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Katharina die Zuhörer in verschiedene musikalische Welten. Der Erlös aus den Spenden ist zum Teil für die Assisi-Rom-Fahrt der Messdiener bestimmt. Die Orgel spielte Kirchenmusiker Angelo Scholly, der neben Gerlinde Lohmann und Pfarrer Michael Datené diese Fahrt begleitet.

Scholly ist sonst als Organist und Chorleiter im Aachener Nordwesten in Horbach und Richterich tätig. Er war zum ersten Mal als Organist in Kohlscheid zu Gast und hatte eigens für diesen Besuch ein facettenreiches Programm zusammengestellt. Neben dem berühmten „Toccata und Fuge d-Moll“ von Johann Sebastian Bach und einem „Bolero de concert“ von Louis James Alfred Lefebure-Wely standen fröhliche und ruhige Orgelwerke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Nicolas Jaques Lemmens, Wolfgang Amadeus Mozart und anderen auf dem Programm.

Damit brachte Scholly zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder die große Weimbs-Orgel zum Klingen. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1962 und wurde von de Firma Weimbs aus Hellenthal in der Eifel gebaut. Mit 32 Registern und drei Manualen gehört sie zu den größeren Orgeln der Region.

Eine Wiederbelebung der Orgelmusik in St. Katharina liegt der Gemeinde aktuell am Herzen. Das Konzert im Wonnemonat Mai bildete den Start dafür. Fröhliche und ruhige Orgelwerke wechselten sich ab. Gerade das „Toccata und Fuge d-Moll“ ist für viele Orgelliebhaber das Werk schlechthin – und das Bach-Stück ebenfalls. Der Beginn mit Trillern und Tonläufen ist sehr charakteristisch.

Es folgt eine Fuge mit dem berühmt gewordenen Thema, das heute auch für viele Handynutzer als Klingelton dient. Die Fuge ist in einer für Bach ungewöhnlich freien, fantasievollen Weise durchkomponiert, wie Angelo Scholly erklärt. Es reihen sich immer wieder Abschnitte ohne Bezug zum Thema ein, der Schluss ist ebenfalls ganz frei.

„Musik spielt eine wichtige Rolle im Gemeindealltag und in der Kirche“, betonte Scholly. Er studierte Kirchenmusik am Gregoriushaus in Aachen und nimmt noch immer Unterricht beim Aachener Domorganisten Norbert Richtsteig. Seine ersten musikalischen Schritte an der Orgel machte er in St. Willibrord in Herzogenrath-Merkstein und seine erste Anstellung war in St. Johannes in Merkstein

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommt ihm seine frühere Erfahrung als Gruppenleiter in der Jugendarbeit zugute. Ein Höhepunkt für Scholly war die Erfüllung seines größten Wunsches, die c-Moll-Messe von Mozart mit Chor und Orchester aufführen zu dürfen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert