„Höhner“ garantieren Partystimmung

Von: ehg
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Die „Höhner“ auf der Burgbühne: Sie begeistern mit ihrem musikalischen Feuerwerk das gut gelaunte Publikum. Foto: W. Sevenich

Würselen. Wetter wie gemalt, ein gut gelauntes Publikum und dazu noch die „Höhner“ – zum 15. Male in Bardenberg. Für den Präsidenten der KG „Au Ülle“, Achim Mallmann, beste Voraussetzungen für einen unvergesslichen Konzertabend auf der Freilichtbühne der Burg Wilhelmstein.

Vorschusslorbeeren gab es noch und nöcher, als die sechs Kölner Barden im Zirkuslook mit Standing Ovations auf der Bildfläche erschienen. „Das geht nie vorbei“ stellten sie sich der großen Herausforderung, die sie in 120 Minuten mit Bravour meisterten. „Wir sind, wie wir sind“, ließ die Kultband keine Zweifel an seiner Begeisterungsfähigkeit aufkommen. Rockig, poppig und fetzig, aber auch konzertant! „Schön, dass Du da bist“ freuten sich die sechs Vollblut-Musiker über jeden Einzelnen, der gekommen war. Und das war durchaus ehrlich gemeint.

Viele neue Stücke

Jede Menge neue Titel hatten sie im Gepäck. Dabei präsentierten sie ihr kürzlich erschienenes Album „Mach laut!“ Die Konzertbesucher lernten dabei ihre Freunde aus der Domstadt neu lieben und schätzen. Ist ihre Musik doch vielfältiger und gradliniger, aber auch lauter geworden. Keine Frage: Die Band ist auf ihrem neuen Album geradezu hungrig nach neuen musikalischen Abenteuern wie kaum zuvor. Angesichts der Fußball-Weltmeisterschaft ließen sie alle Fahnen wehen. Bei der spritzigen Mixtur von Evergreens und neuen Songs durfte zwischendurch auch geschunkelt werden.

Musikalisch definiert wurde von den „Höhnern“ ein Opportunist, „einer, der mir ständig aus der Hand frisst, seine Meinung in den Wind schießt und sein Fähnchen nach dem Wind dreht.“ Dann ein neues Stück, das jeder kennt, eine Komposition des englischen Songschreibers Albert Hammond. Mit seiner Erlaubnis gecovert hatten sie „The free elektrik Band“. Heraus sprang „En echte Kölsche Band“. Fürwahr! Kontraste gab es viele. So auch der Abstecher mit einem Kasatschok nach Novosibirsk und der Weisheit „Manchmal musst Du lachen, manchmal musst Du weinen“. Ein tragisches Liebeslied. Immer wieder setzten sich die sechs Barden gesanglich wie instrumental solistisch glanzvoll in Szene, bisweilen so sehr, dass die Fetzen flogen. Da wundert es nicht, dass die Fans von den Bänken gerissen wurden. Neben Rock und Pop fanden auch getragenere Mundartstücke wie „Einfach leeve un leeve losse“ einen Platz im facettenreichen Programm. Schlägt doch „ Dat Haetz vun dr Welt“ immer noch in Cölle. Und mit „Dä Kölsche Pass“ macht das Leben immer noch Spaß. Es wird – so die „Höhner“ – Zeit, dass alle Menschen einen „kriegen“.

Die letzten Dämme brachen, als die Kultband ihre stimmungsvolle Party veranstaltete. Ein „Ohrwurm“ jagte den anderen. Vorweg noch die ultimative Liebeserklärung „e leeve lang“. Mit wem, darauf eine Antwort zu finden, blieb der Fantasie des Publikum vorbehalten. Mit „Ich bin ne Räuber“ ging es zurück zu den Wurzeln. Die Antwort darauf „Der Liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin“. Der Saxophonist und der Gitarrist versetzten das schon entrückte Publikum erst recht in Ekstase.

Zeit zum Durchatmen blieb kaum. „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“ wünschten sich die Barden, „dass Deutschland in Brasilien ins Endspiel gelangt“. Zum Schluss dann als Bonmot der Titelsong des neuen Albums „Steh auf, macht laut, macht richtig laut“, eine musikalische Provokation allererster Klasse.

Mit drei Zugaben verabschiedeten sich die „Höhner“, bis zum nächsten Jahr. Dann gibt es erstmals ein Wiedersehen und -hören nach den Sommerferien, und zwar am 18. August. Jetzt müssen sich die Fans 13 Monate lang in Geduld üben...

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