Höherer Energiestandard für Gesamtschule abgelehnt

Von: -ks-
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Würselen. Dass Grüne Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz legen, überrascht sicherlich nicht. So erscheint es nur logisch, dass die Grüne Dr. Renate Knauf dem Stadtrat per Antrag nahelegte, bei der geplanten Gesamtschule „den Anspruch zur Errichtung eines energieeffizienten Schulneubaus“ festzulegen, also eine Vorgabe zu machen.

Die Fraktion der Grünen will, dass der Stadtrat einen höheren Energiestandard ansetzt als den, welcher der Energiesparverordnung 2016 entspricht. Heißt: KfW 55 anstelle 70. KfW steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau (des öffentlichen Rechts). Es geht also um Voraussetzungen, um Förderstufen dieser Kreditanstalt zu erfüllen. Und es geht natürlich auch um Mittel, die die KfW zur Förderung zur Verfügung stellen würde, wie Knauf ausführte.

Die Rede war von Förderung bei der Tilgung von Krediten, die notwendig wären, um den Mehraufwand für einen höheren Energiestandard finanzieren zu können. Zudem verwies Knauf darauf, dass für die nächsten Jahrzehnte des Betriebs der Schule erheblich an Energiekosten gespart werden könne.

Ein höherer Energiestandard wird nicht zum Nulltarif zu haben sein. Laut Stadtverwaltung müsste der Stadtrat Mehrkosten beschließen. Bislang sind die Baukosten für eine neue Gesamtschule auf 23 Millionen Euro limitiert. Das Projekt werde sechs bis zehn Prozent teurer, folgte der Stadtrat dem Ansinnen der Grünen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers konnte sich für den Antrag der Grünen nicht erwärmen. Der aktuell übliche Standard sei nicht schlecht. Mit Blick auf die damit verbundenen Kosten führe sein Abwägungsprozess zur Ablehnung. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz zeigte den Grünen die kalte Schulter. Es gehe um Gleichbehandlung mit Blick auf andere Schulen.

Zudem könnte es später einmal bei der Entsorgung der Materialien Probleme geben, die zur Erfüllung des höheren Standards beim Bau der Gesamtschule verwendet werden. Schmitz riet ab, dem im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens noch zu findenden privaten Projektpartner den höheren Standard vorzuschreiben. Der Anbieter könne ja selber in seinem Angebot darauf kommen. Entsprechend wurde der Antrag der Grünen mehrheitlich abgelehnt.

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