Würselen - Hochkreuz auf Morsbacher Friedhof restauriert

Hochkreuz auf Morsbacher Friedhof restauriert

Von: ehg
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Hochkreuz restauriert: Steinmetz Sven Bücken legt letzte Hand an. Foto: Karl-Heinz Klinkenberg

Würselen. Das im April 2015 bei einem Rangiermanöver durch ein KDW-Fahrzeug schwer beschädigte knapp fünf Meter hohe Hochkreuz auf dem Morsbacher Friedhof ist auf dem angestammten Platz restauriert aufgestellt worden.

Bildhauer Cornel Bücken und sein Sohn Sven legten in diesen Tagen letzte Hand an, so dass es Pfarrer Karl-Josef Pütz an Allerheiligen einsegnen kann. Bevor mit den Arbeiten begonnen werden konnte, musste die Genehmigung der unteren Denkmalbehörde eingeholt werden. Das wertvolle, auf das Jahr 1879 datierte Kreuz ist nämlich in die Denkmalschutzliste der Stadt eingetragen.

Bei dem Rangierunfall wurde das Kreuz so stark beschädigt, dass Vater und Sohn Bücken einige Teile nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und Arbeitsweisen neu anfertigen mussten. Erschwerend kam hinzu, dass es sich um unterschiedliche Werkstoffe handelt, die bearbeitet oder auch erneuert werden mussten. Aus vier unterschiedlichen Teilen setzt sich das von Grund auf restaurierte und erneuerte Kreuz zusammen.

Der untere Sockel besteht aus einem hiesigen Blaustein, er hatte erhebliche Verwitterungsschäden. Der darüberliegende Steinquader ist aus einem französischen Sandstein gefertigt. Fachmännisch wurden die ausgebrochenen Stücke ersetzt. Bei den Vierungen wurde das gleiche Baumaterial verwendet. Die darüber befindlichen Materialien bestehen aus Savonnieres. Sie mussten aus Frankreich importiert werden.

Bedauerlicherweise wurde der auf dem Kreuz angebrachte Corpus komplett zerstört. Auf der Suche nach einer Figur wandte sich die Friedhofsverwaltung an die Bevölkerung. Dieser Aufruf stieß bei Maria und Karl-Heinz Klinkenbergnicht auf taube Ohren.

Sie putzten Klinken und wurden schließlich bei der Ehefrau des verstorbenen Archivars der St.-Sebastians-Schützengesellschaft 1624, Winand Hilden, fündig. Sie machte den „Morsbachern“ ein Kreuz mit einem 75 Zentimeter langen Corpus, das neben einem anderen Exemplar die Terrasse zierte, zum Geschenk.

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