Alsdorf - Hitzige Debatte über Kubiz-Name

Hitzige Debatte über Kubiz-Name

Von: Verena Müller
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Alsdorf. Auf geteiltes Echo ist der Antrag des Alsdorfer Gymnasiums bei der Politik gestoßen, das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) um den Namenszusatz „Johannes Rau“ zu erweitern.

Die CDU-Fraktion und die Grünen finden den Namen quälend lang, zu sperrig. Man stelle sich nur den Briefkopf der Nutzer des Kubiz vor, so Ulrike Wagner (CDU) im jüngsten Hauptausschuss. Beispielsweise „Städtische Musikschule im Johannes-Rau-Kultur- und Bildungszentrum der Stadt Alsdorf“. Auch kritisierte sie, dass der Antrag der Schule zugelassen wurde, Namensgebungsrecht habe doch wohl die Stadt Alsdorf, in dem Fall der Rat.

Und überhaupt, die Lebensleistung des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten und späteren Bundespräsidenten in allen Ehren, „ein politisch neutraler Name“ solle gewählt werden, wenn denn eine „Verlängerung“ überhaupt nötig sei. Ludwig Schaffrath zum Beispiel. Und zuguterletzt: „Für uns ist nicht erkennbar, dass Johannes Rau während seiner Amtszeit als Ministerpräsident besonderes persönliches Engagement für Alsdorf an den Tag gelegt hat.“

Damit rief Wagner Heinrich Plum (SPD) auf den Plan, dessen Fraktion den Antrag unterstützen will: Er würde sich „maßlos darüber ärgern“, dass jedesmal Diskussionen über eine Namensgebung stattfänden, wenn ein Sozialdemokrat im Gespräch sei. „Und ohne Rau und Hans Vorpeil würde das Gelände heute ganz anders aussehen. Man kann jetzt nicht so tun, als sei das alles vom Himmel gefallen!“ Dem stimmte Bürgermeister Alfred Sonders als Hauptausschussvorsitzender zu. Ohne Rau sei das Annagelände nicht unter die Fittiche von NRW-Urban genommen worden. Auch in dem Kritikpunkt der CDU, dem Gymnasium stünde ein solcher Antrag nicht zu, erteilte er eine Absage: Es dürfe Bürgeranträge stellen, der stünde auch ordnungsgemäß auf der Tagesordnung des Hauptausschusses und der Beschluss darüber werde dann im Rat gefasst.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich nannte Plums Vorwurf, die Opposition würde grundsätzlich gegen Sozialdemokraten als Namensgeber für Straßen oder Gebäude stimmen, „albern“. Man werde ja wohl noch diskutieren dürfen. Und monierte: „Ihr Sozialdemokraten wollt immer alles durchwinken. Finger hoch, Feierabend.“

Abschließend wird am Donnerstag, 19. Mai, im Rat über den Namen befunden.

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