Alsdorf - Hilft Konjunkturpaket dem Alsdorfer Gymnasium?

Hilft Konjunkturpaket dem Alsdorfer Gymnasium?

Von: Lars Odenkirchen
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Händedruck: Bürgermeister Helmut Klein (l.) und der Fraktionschef der Europäischen Sozialisten, Martin Schulz, freuen sich über aufmerksame Zuhörer im vollbesetzten Alsdorfer Ratssaal. Foto: Lars Odenkirchen

Alsdorf. Neidisch war der Bürgermeister nicht, aber voller Anerkennung: „Herr Schulz, so viel Aufmerksamkeit wie Sie habe ich normalerweise nicht einmal, wenn hier die zehn Personen des Hauptausschusses vor mir sitzen.”

Der Vorsitzende der Sozialistischen Fraktion im Europaparlament, Martin Schulz, war Gastredner beim Neujahrsempfang zum Thema „Die Städteregion im Herzen Europas”. Aachen sei „viel berühmter, als man es manchmal glaubt”, stellte er fest. Die Region sei „ein Modellfall für Europa und eine der wenigen Grenzregionen überhaupt, die so dicht besiedelt ist. Es ist ein wertvolles Privileg, das es zu erhalten gilt, drei Kulturen auf so engem Raum verfügbar zu haben.”

Dies sei keineswegs selbstverständlich: „Wir haben uns an Frieden gewöhnt. Doch man muss dafür arbeiten, er kommt nicht wie der Strom aus der Steckdose.” Mit Blick auf rechtsextreme Parteien bedauerte Schulz: „Der Geist der Menschen, die die Völker aufeinander hetzen wollen, lebt weiter.”

Umdenken „mit Nachdruck”

Entwicklungen wie in Lüttich oder Limburg zeigten, wie die „älteste Bergbauregion des europäischen Festlands” modernisiert werden könne. Aber auch im deutschen Teil dieser Region habe ein Umdenken stattgefunden, dem die Städteregion Nachdruck verleihe. „Lange Zeit herrschte der Irrglaube, Aachen könne sich entwickeln, ohne dass das Umland diese Entwicklung mitträgt. Heute schauen wir nicht mehr nur auf den eigenen Kirchturm: Wenn die Region gemeinsam auftritt, hat man ein viel stärkeres Gewicht, auf Landes- wie auf Bundesebene.”

Die Städteregion sei ein Experiment. Auch wenn sie in den Köpfen der Menschen noch nicht ausreichend angekommen sei, so liege es nun auch an der Politik, die Ziele der Städteregion zu realisieren und Versprechungen wie Einsparungen und Vereinfachungen einzuhalten. Dann habe sich das Wagnis schon gelohnt.

Schulz zeigte sich zuversichtlich, dass die Beteiligten „nicht nach Parteibuch, sondern pragmatisch und ergebnisorientiert” zum Erfolg der Region beitragen wollten. Wie wichtig dieses Wagnis sei, verdeutlichte er mit einem Zitat: „Manchmal muss sich alles ändern, damit alles bleibt wie es ist.” Als neue, starke Gemeinschaft könne die Region das erhalten, was sie seit Bergarbeiterzeiten auszeichne: eine Mentalität des Mit- und Füreinanders und des rücksichtsvollen Umgangs miteinander.

Für eben solche Unterstützung dankte Bürgermeister Helmut Klein bei seiner letzten Neujahrsansprache den Bürgern, Vereinen, Initiativen und Verbänden, auf die er sich „immer verlassen konnte.” Auch den Parteien, seinen Kollegen und der Familie galt der Dank.
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