Hilfe für Flüchtlinge: Integrationsrat informiert sich

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Alsdorf. Viele Hilfen unter einem Dach: In so genannten „Integration Points“ wollen die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter anerkannte Asylsuchende und Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive möglichst schnell in den Arbeitsmarkt vermitteln.

Ein Bild von dem Angebot hat sich der Integrationsrat der Stadt Alsdorf in seiner jüngsten Sitzung gemacht. Im Rathaus haben Sabina Borrmann, Teamleiterin Integration Point der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, und Berater Ibrahim Laouni, die Beratung vorgestellt. Eine individuelle Analyse von Fähigkeiten und Kenntnissen gehört dazu. Papiere und Zeugnisse nicht unbedingt. Borrmann: „Es muss ja klar sein, dass nicht alle, die vor einem Krieg flüchten, auch ihre Aktenordner mitnehmen.“

Stattdessen setze man auf eine Anerkennungsberatung, die die Kandidaten auf Stärken und Qualifikationen abklopft. „Oft reicht auch schon ein Foto von persönlichen Unterlagen, das Flüchtlinge auf ihrem Handy haben, damit kann man arbeiten.“ Die Nachfrage sei groß und steigend, sagte Ibrahim Laouni, der in der Agentur für Arbeit in Alsdorf die Flüchtlinge nach SG III – also die noch nicht anerkannten Asylsuchenden – für den gesamten Nordkreis betreut.

Im April soll in Alsdorf auch ein Angebot für die bereits anerkannten Flüchtlinge nach SG II beginnen. Sprachen sind bei der Beratung ein großes Thema, Hilfe kommt dabei auch vom ehrenamtlichen Dolmetscherdienst, den Monika Hartleib für den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Alsdorf koordiniert und bei der Sitzung ebenfalls vorstellte. Rund 50 Helfer stehen auf ihrer Liste. Zwar sind die wenigsten von ihnen zertifiziert – und können somit nicht in juristischen Bereichen übersetzen – aber an Einsatzmöglichkeiten mangelt es nicht. Hartleib: „Jemanden zu haben, der nur einige Worte aus einer Sprache ins Deutsche übersetzen kann ist besser, als gar keinen zu haben.“

Weitere Unterstützung sei dem in der Luisenpassage beheimateten Dolmetscherdienst willkommen, „da reicht es auch, wenn jemand nur wenige Stunden im Monat zur Verfügung stehen kann“, unterstrich sie.

Kontakt zum den Beratern des „Integration Point“ ist möglich unter der Hotline Telefon 0241/8971111 sowie per E-Mail: aachen-dueren.integration-point@arbeitsagentur.de.

Informationen zum Dolmetscherdienst gibt Monika Hartleib unter Telefon 02404/5995916 sowie unter vialingua@skf-alsdorf.de.

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