Würselen - Hilfe für das „Haus des Karnevals“ gefordert

Hilfe für das „Haus des Karnevals“ gefordert

Von: ehg
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VKAG-Verbandpräsident Reiner Spiertz (2.v.r.) ernennt Hans-Josef Frentzen aus Erkelenz ( 4.v.r.) im Kreis des neu gewählten Vorstands zum neuen Ehrenmitglied. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „Auch wenn wir einen Zuwachs von sechs Mitgliedern auf 88 zu verbuchen haben, liegt die Mitgliederzahl immer noch weit hinter den erwarteten und notwendigen Zahlen“, bilanzierte der Vorsitzende des Fördervereins „Haus des Grenzlandkarnevals“, VKAG-Präsident Reiner Spiertz, auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung.

Er beklagte, dass sich bisher nur 39 von 163 Vereinen zu einer Mitgliedschaft entschlossen haben. Er sei der Meinung, „dass unsere Vereine keine preiswertere Dokumentation haben können als in unserem Haus“. Spiertz dankte den aktuellen Mitgliedern für die Unterstützung. Sie stelle eine große Hilfe dar, „ohne die wir das Haus und unser Archiv an der Balbinastraße 3 in Würselen nicht führen könnten“.

In den Vorstandssitzungen wurde insbesondere über die unbedingt notwendige Erweiterung des Hauses beraten. Einig sei sich der Vorstand darin gewesen, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten, das Nachbarhaus Balbinastraße 5 von der Pfarrei St. Sebastian zu erwerben.

Trotz aller Bemühungen hätten sich noch keine Sponsoren gefunden, die die rund 80.000 Euro aufgebracht hätten. Spiertz ist dennoch voller Zuversicht, dass sich in den nächsten zwei Jahren Erfolg einstellen werde. Gespräche mit potenziellen Geldgebern würden in Kürze geführt.

Im vergangenen Jahr habe sich eine Menge im Haus getan. Der Archivraum im ersten Obergeschoss wurde so umgestaltet, dass Gäste vieles von dem zu sehen bekommen, was hier gesammelt worden ist. Weitere Arbeiten stehen jetzt an.

Gilt es doch, den notwendigen Platzbedarf für die stetig steigende Zahl an Archivalien, die sich derzeit auf 78.000 belaufen, zu sichern. 11.000 Exemplare mehr als im Jahr zuvor wurden 2015 archiviert. Weitere 10.000 warten noch darauf. Und jede Woche werden neue historische Dokumente angeliefert. 12.000 Orden und Ehrenzeichen legen im Archiv Zeugnis von einem jahrhundertelangen Brauchtum ab.

Vorsitzender Spiertz sorgte sich, dass viele Archivalien nicht mehr sachgerecht und zeitnah untergebracht werden könnten, da der Platz dazu nicht mehr ausreiche. „Wir hatten zwar schon 2006, als wir dieses Haus von der Stadt Würselen zur Nutzung erhalten haben, damit gerechnet, dass das Platzangebot für die vielen Archivalien auf lange Sicht gesehen nicht ausreichen wird, dass es nach zehn Jahren schon so weit ist, hatten wir nicht gedacht“ konstatierte der Vorstand.

Für die Herrichtung des Gebäudes an der Balbinastraße 5 erhofft sich Spiertz wiederum eine Förderung durch den Landschaftsverband Rheinland. Erste informelle Gespräche sind bereits geführt worden. Gesprochen wird über ein Investitionsvolumen von rund 300.000 Euro. Dass auch aus anderen Fördertöpfen Mittel an Land gezogen werden können, darauf hofft der Förderverein, ohne sich unter Druck setzen zu lassen.

Angedacht sei für Mittfasten 2017 eine weitere Benefizveranstaltung des letzten Jahres brachte statt erhoffter 30.000 nur 9000 Euro. Spiertz appellierte an die Vereine, die Mitgliederwerbung für den Förderverein zu intensivieren. Ein großes Lob und ein dickes Danke zollte die Versammlung Archivar Bernd Simons und seinem Team.

Es hatte im letzten Jahr rund 3000 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit in die Museumsarbeit investiert. Bei der Neuwahl des Vorstands, wurde der Vorsitzende in seinem Amt bestätigt. Neben ihm gehören ihm an: Hans-Josef Hinsenbeck (Simmerath), Geschäftsführer Dieter Schönebeck (Baesweiler) und Kassenwart Hans-Josef Frentzen/Stefanie Keßel sowie die Beisitzer Arno Nelles (Würselen), Bernd Simons (Herzogenrath), Hans Vorpeil (Alsdorf), Dieter Pütz, Werner Breuer und Harald Matthäus (alle Würselen).

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