Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Von: nt
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Sie setzen sich gegen Gewalt an Frauen ein (v.l.): Agnes Zilligen und Gisela Görres vom Notruf für vergewaltigte Frauen, der stellvertretende Bürgermeister Winfried Hahn, Angelika Gey von der Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“, Daniele Freiberger, Fachbereichsleiterin Gesundheit bei der VHS, Gynäkologin Dr. Shadan Mahmud, Renate Wallraff vom Frauenhaus der Städteregion, Gleichstellungsbeauftragte Silke Tamm-Kanj und Merete Menze vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Foto: Nadine Tocay

Würselen. Bei einer offenen Fragerunde im Kulturzentrum „Altes Rathaus“ in Würselen haben sich Vertreterinnen für Frauenrechte und der stellvertretende Bürgermeister Winfried Hahn mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen – Hilfe, Beratung, Schutz“ auseinandergesetzt und Besuchern Beratungsmöglichkeiten für betroffene Frauen aufgezeigt.

Eine Podiumsdiskussion war geplant, die von dem Paritätischen Wohlfahrtsverband der Städteregion, dem VHS-Zweckverband Nordkreis und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Würselen, Silke Tamm-Kanj, organisiert wurde. Die Veranstaltung wurde kurzerhand umgemodelt, um die Fragen der Interessierten zu klären.

Oft sei das Thema Gewalt gegen Frauen für Betroffene mit Scham behaftet, so Tamm-Kanj. Dabei sei es wichtig, das Tabu zu brechen und das Thema anzusprechen, gab sie zu bedenken. „Fast jede dritte Frau war in ihrem Leben schon Gewalt ausgesetzt, ob psychischer, körperlicher oder sexualisierter“, berichtete Angelika Gey, die bei der Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“ in Aachen arbeitet.

Gisela Görres vom Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen ergänzte: „Frauen, die so etwas erlebt haben, neigen in der Regel dazu, eine von zwei Richtungen für ihr weiteres Leben einzuschlagen.“ Entweder sie nähmen die Rolle des Opfers an, was zu psychischen Krankheiten führen könne. Diese wiederum hinderten die Frauen oft daran, eine berufliche Tätigkeit auszuüben. Sie schließen sich immer mehr von der Gesellschaft aus, zögen sich zurück.

Eine Entwicklung in die andere Richtung führe zu dem Gedanken „ich werde nie mehr Opfer sein“, so Görres. Dieser gehe häufig mit Aggression und Straffälligkeit einher. Gerade deswegen sei es so wichtig, Erlebtes mit therapeutischer Hilfe aufzuarbeiten. Anlaufstellen gebe es in der Region viele.

Unter Telefon 0800/0116016, der Nummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, ist rund um die Uhr ein Berater zu erreichen. Dort werden Betroffene oder deren Angehörige umfassend über Schutz- und Hilfsangebote in der Region informiert.

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