Hier wird jedes Los auf alle Fälle zum Hauptgewinn

Von: Nina Krüsmann
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Sie setzen sich ein: (v.l.) Veronika Kneis, Jeanne Ivens, Conni Finken, Ina Kramer und Agnes Zilligen vor dem Treffart-Laden „Grenzenlos“ an der Kleikstraße 81 in Herzogenrath. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Gemeinsam kreativ sein und Gutes tun“, das haben sich die Künstlerinnen im „Grenzenlos“ an der Kleikstraße 81 auf die Fahne geschrieben. Mit einem Losverkauf für den Frauennotruf wollen sie im Advent Mädchen und Frauen in Bedrängnis helfen. 500 Lose werden für den guten Zweck verkauft. Der Erlös hilft, die Beratungsstelle existenziell abzusichern.

Zu gewinnen gibt es hübsche Schlüsselanhänger, Accessoires aus Stoff, Wolle und Filz, Schmuck aus handgedrehten Glasperlen sowie Fotobilder und Acrylmalerei – alles selbsthergestellte Waren aus dem Repertoire der kreativen Grenzenlos-Damen. Nieten kann man in Trostpreise umtauschen, und ein Kunst-Kurs ist der Hauptgewinn. „Grenzenlos“ ist ein Projekt des Fördervereins Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen und besteht seit 2008 mit der Beteiligung verschiedener Künstlerinnen und Kunsthandwerkerinnen. Das sind aktuell die freischaffende Künstlerin Ela Moonen, Schmuckdesignerin und Malerin Conni Finken und Ina Kramer, Diplom-Designerin im Bereich Mode und Textil.

„Unsere Kundschaft besteht überwiegend aus Frauen, die selber kreativ sind und sich zum Kreativen hingezogen fühlen. Es ist uns ein Anliegen, den Frauennotruf zu unterstützen, dessen Hilfsangebot sich ebenfalls an Frauen richtet“, betont Finken. Man denke, im Sinne der Kundinnen zu handeln, die mit dem Kauf der Lose den Frauennotruf sicher gerne unterstützen. „Über das Jahr verteilt ist jede kleine Spende wichtig. Im vergangenen Jahr hatten wir 40000 Euro an Eigenanteil. Aber nicht nur Geld, auch ideelle Unterstützung ist hilfreich“, betont Agnes Zilligen vom Verein Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen. Mit dem Start des Losverkaufs wollten die Frauen ihre Arbeit bekannter machen. „Lose bieten wir an, so lange noch welche übrig sind“, sagt Finken.

342 Klienten, darunter auch Angehörige und 38 Männer ab 15 Jahren, hatte der Frauennotruf 2011. Engagiert dabei ist zum Beispiel Jeanne Ivens: „Es ist schon lange Teil meines Alltags, mich für Mädchen und Frauen einzusetzen. Nachdem ich meine Mitarbeit privat bedingt unterbrochen hatte, wurde ich durch zwei kurz aufeinander folgende Zeitungsartikel auf den Bedarf des Frauennotrufs aufmerksam. Ich freue mich, dass ich die wertvolle Arbeit jetzt wieder unterstützen kann“, erzählt die engagierte Frau. Und das können auch alle Bürger – mit dem Kauf eines Loses bei „Grenzenlos“.

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