Hier wird die Lesefreude zur Lawine

Von: jk
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Ob Lesen Spaß macht? Na klar! Die Klasse 4a der Grundschule Bardenberg besteht aus eifrigen Schmökerfreunden. Foto: Jule Klieser

Würselen. Eine ganze Schule ist im Lesefieber. Die Grundschule Bardenberg macht beim „FLOH-Lesefitness-Training“ der Stiftung Lernen mit. Jede Klasse bekommt Materialien, die zum Lesen motivieren. Im Raum der Klasse 4a hängt ein lustiges Poster, das zwei Kinder auf einer Wiese zeigt.

Nach und nach kommen immer mehr bunte Motive auf das Poster, von den Schülern aufgeklebt. Dazu müssen sie zuerst ihren „Lesecheck“ mit nach Hause nehmen. Die Eltern füllen diese Zettel aus, wenn die Kinder ein bestimmtes Lesepensum erledigt haben. So wird das Elternhaus einbezogen. Ohne Stress, denn es gibt keine Abgabefristen, keinen Druck. Im Klassenzimmer liegen immer einige Exemplare der FLOH-Zeitschrift aus, damit die Kinder schmökern und rätseln können. Die verschiedensten Themen werden darin aufgegriffen, zum Beispiel „Kalender“, „Humor“ oder „Erfinden“. Darüber hinaus führen die Kinder Checkhefte zu Lesetempo und Leseverständnis.

„Nicht der Vergleich untereinander ist für die Kinder wichtig, sondern sie merken, dass sie sich von Mal zu Mal verbessern“, erläutert Lehrerin Tanja Richter. Sie beobachtet, dass die Kinder motiviert sind und ehrgeizig, sie wollen freiwillig mehr Punkte sammeln. Am Ende des Schuljahres bekommen sie eine Urkunde.

„Wir haben das Programm als sehr effektiv erlebt“, ergänzt Schulleiterin Andrea von Hall. „Wenn die ersten Kinder anfangen und einen Zettel abgeben, ist das wie eine Lawine.“ Jedes Kind möchte einmal ein Motiv, Blume, Biene oder Schmetterling, für das Poster aussuchen und aufkleben. Schulleiterin und Lehrerin sind glücklich, dass der Förderverein der Schule das Paket der Stiftung finanziert. In der Klasse 4a jedenfalls trifft man viele leselustige Kinder. Sebastian Pütz mag besonders die Zeitschrift, „weil man darin viele Rätsel hat“.

„Krimis und Harry Potter“ liest Thomas Sassenscheidt. Eine begeisterte Vorleserin ist Maxime De Laat. Das Mädchen hat es bis in die Endrunde des Vorlesewettbewerbs des Fördervereins der Stadtbibliothek geschafft und wird zur Entscheidung am Mittwoch, 6. Mai, 15 Uhr, im Alten Rathaus antreten. Außerdem liest Maxi auch für sich daheim jede Menge Bücher, am liebsten abends. „Meine Mutter sagt immer, ich soll schlafen, aber ich bin sowieso nie müde“, sagt die Leseratte. Welches Kind dieser Klasse man auch immer fragt: alle haben viel Spaß am Lesen.

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