Herzogenraths grünste Oasen begutachtet

Von: Markus Bienwald
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Abhängen und wohlfühlen: Nach getaner Arbeit können Erika und Michael Mürköster in ihrem Traumgarten in einer ruhigen Ecke Herzogenraths auch in der großen Hängematte. Foto: Markus Bienwald
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Abhängen und wohlfühlen: Nach getaner Arbeit können Erika und Michael Mürköster in ihrem Traumgarten in einer ruhigen Ecke Herzogenraths auch in der großen Hängematte. Foto: Markus Bienwald
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So ein Hinweisschild gehört wohl zu jedem guten Garten.

Nordkreis. Es war der zweite Garten am vergangenen Sonntag, den Renate und Albert Bischoff aus Alsdorf besuchten. Das Ehepaar machte sich zum Tag der offenen Gartentüre auf, um ein paar der insgesamt 17 offenen Gärten in unserer Region zu besuchen.

„Guck mal, so hoch sind unsere nicht“, sagte Renate Bischoff zu ihrem Mann und beide staunten über die Höhe der Malven, die sich in Bestform präsentierten.

Der Zollstock blieb allerdings Zuhause, denn schließlich galt es für die meisten der Gäste, die sich im Garten von Erika und Michael Mürköster in einer stillen Ecke Herzogenraths zusammenfanden, sich inspirieren zu lassen von den Gartenträumen anderer Menschen. Ein Traumgarten ist die rund 700 Quadratmeter messende grüne Oase der Mürkösters für das Ehepaar gleich in mehrfacher Hinsicht. „Wir sind vor 16 Jahren hierher gezogen“, sagt Erika Mürköster, dann war natürlich auch der Garten dran. Den kannte die heute 47-Jährige aber schon aus Kindertagen, denn das Haus gehörte ihren Großeltern, so spielte Erika schon als Kind zwischen dem Apfel- und dem Kirschbaum. Heute lassen die Familienmitglieder – zwei Kinder im Alter von 16 und 17 Jahren gehören auch dazu – an gleicher Stelle gerne ihre Seele baumeln.

Für Naturrasen gelobt

Dazu dient eine wundervolle, große Hängematte, die früher gerne auch mal zu viert genutzt wurde. „Heute lernen meine Kinder hier gerne, wenn es das Wetter zulässt“, erzählt Erika Mürköster. Sie ist ohnehin die Architektin des sattgrünen Gartens, der von einem Besucherpaar spontan für seinen „Naturrasen“ gelobt wird. „Eigentlich sind das nur 20 Prozent Gras und 80 Prozent Unkraut“, scherzt die Garteninhaberin über den dichten grünen Flor, der gerne von weißen kleinen Blüten durchbrochen wird.

Das Design abseits dieses grünen Läufers, der nach Ansicht ihres Mannes wegen der durchaus organisch hereinragenden Beete angeblich immer kleiner wird, stammt von ihr. „Die Beete sind mein Revier“, macht sie klar, den Rasen mäht der Mann und der Salat aus dem kleinen Nutzgarten wird natürlich gemeinsam verspeist. Am liebsten tummelt sich Erika Mürköster aber in einer kleinen Ecke mit zwei Stühlen, wo das Paar den Kaffee genießt, wenn es Zeit und Witterung zulassen.

Und noch ein kleines Plätzchen direkt neben den Hängematten-Bäumen, wo die Zeit auf zwei Holzliegen stehenbleiben kann, gehört zu ihren liebsten Orten im Garten. „Für mich ist das wie Meditation wenn ich im Garten sein kann“, sagt die Arzthelferin, „einfach buddeln oder auch mal die Ruhe der grünen Oase genießen.“ Das kann auch Gatte Michael, der aber zum Tag der offenen Gartentüre noch eine ganz andere Verbindung geschaffen hat. „Karlsjahr 2014“ steht auf einem kleinen Hinweiszettel und wer dem noch kleineren Pfeil folgte, landete in einer Gartenhütte, in der, sorgsam zwischen Gartenutensilien, Hussen für die Stuhlauflagen und dem Rasenmäher, eine kleine, von Michael Mürköster selbst erstellte DVD zum Thema „Karl der Große und die Kaiserstadt“ läuft. Fotos und auch Künstlerisches runden so in einer kleinen Ecke den großen Genuss vom Gartentraum ab.

Und wer noch ein wenig verweilen konnte, durfte das auch tun: Denn unter den beiden Bäumen, die sonst die Familienmitglieder in der Hängematte schon manches Mal in einen sanften Schlummer wiegten, steht eine gesellige Sitzgruppe mit Kaffee und Kuchen. Und natürlich gönnten sich auch Renate und Albert Bischoff hier eine kleine Pause, um das Gesehene und die Inspirationen zu verarbeiten und sich mit anderen über ihre Gartenträume auszutauschen.

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