Herzogenrath - Herzogenrather Tafel: Sponsoren für neuen Transporter gesucht

Herzogenrather Tafel: Sponsoren für neuen Transporter gesucht

Von: Beatrix Oprée
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Unerlässlich für die Anliefe
Unerlässlich für die Anlieferung der gespendeten Lebensmittel: Waltraud Lecher entlädt den alten Kastenwagen der Herzogenrather Tafel, dessen Türen sich seit dem Unfall nicht mehr richtig schließen lassen. Foto: B. Oprée

Herzogenrath. Es war ein Moment, wie er in täglicher Routine eben vorkommt: Die Fahrerin setzt vor dem Supermarkt rückwärts, im toten Winkel steht ein Pfosten - und es kracht. Der Aufprallwinkel war so ungünstig, dass der Transporter der Herzogenrather Tafel nun nur noch Schrottwert hat.

Die Türen zur Ladefläche lassen sich nicht mehr richtig schließen. Eine Reparatur wäre teurer als der Restwert des einst günstig von der Stolberger Tafel übernommenen Kastenwagens. Nun ist guter Rat teuer, wie Dieter Lecher, Vorsitzender des Tafelvereins, darlegt.

Für unvorhergesehene Ausgaben fehlt dem Verein der finanzielle Rückhalt - Einnahmen und die Spendenbereitschaft sind gesunken.Rund 1000 Menschen werden zurzeit durch die Tafel mit Lebensmitteln versorgt. An vier Tagen in der Woche ist die Tüte mit Brot, Konserven, Gemüse und Obst zum geringen Obolus von zwei Euro eine wichtige Hilfe bei der Bewältigung des Alltags in den bedürftigen Familien.

Wie berichtet, war die Unterkunft am Schürhof Ende 2009 auch mit Hilfe von „Menschen helfen Menschen”, dem Hilfswerk der Tageszeitungen, für die Zwecke der Tafel hergerichtet worden und präsentiert sich nun zweckmäßig und mit einem ausreichend großen Warteraum besonders kundenfreundlich. Niemand muss mehr bei Wind und Wetter vor der Tür warten, bis er endlich an der Reihe ist, um Lebensnotwendiges erwerben zu können. Unter anderem eine Spende in Form einer Wartezimmereinrichtung aus einer örtlichen Arztpraxis machte dies möglich, wie Waltraud Lecher, 2. Vorsitzende des Tafelvereins, erläutert.

„Für solche Zuwendungen sind wir natürlich sehr dankbar”, zeigt sie auch auf die Büroausstattung, die aus dem modernisierten Justizzentrum stammt und gegen eine Anerkennungsgebühr abgeholt werden konnte. Durch gute Kontakte ist es den Lechers gelungen, die Ausstattung durch die Übernahme gut erhaltener Einrichtungsgegenstände so preisgünstig wie möglich zu halten. Doch trotz sparsamen Wirtschaftens geht das Geld langsam aus, um auf Dauer die laufenden Kosten der Hilfseinrichtung finanzieren zu können. Und jetzt muss auch noch ein neues Transportfahrzeug her, um die Lebensmittelspenden aus den Supermärkten zum Schürhof transportieren zu können.

Daher werben die Akteure des Vereins nun für ein Sponsorenmodell analog zum Jugendmobil des städtischen Jugendamts: Für eine entsprechende Unterstützung fährt das neue Tafelmobil Reklame für den Spender. Dieter Lecher hat ein Angebot für eine Tageszulassung eines Ford Transit eingeholt, der mit 17.857 Euro zu Buche schlagen würde.

„Der Erwerb eines neuen Fahrzeugs rechnet sich letztlich besser, da zunächst keine Reparaturen anfallen. Zudem sparen wir mit einem größeren als dem bisherigen Wagen Sprit, da wir auf teure Mehrfachfahrten verzichten können”, sagt Dieter Lecher. Die Vorstandsmitglieder sind mit privaten Spenden in Vorleistung gegangen, auch „Menschen helfen Menschen” wird sich wieder engagieren. Nun hoffen die Ehrenamtler neben privaten Spenden auch auf eine erfreuliche Resonanz aus der Geschäftswelt, um weiter wirkungsvoll helfen zu können. Zwei Interessenten gibt es bereits.

Kontakt für mögliche Sponsoren sowie Mitgliedsanträge: Eheleute Waltraud und Dieter Lecher, Telefon 02406/8024705 oder Telefon 01522/8676430 oder Telefon 0160/6963599.

Die Adresse der Tafel ist die Kleikstraße 57/Am Schürhof, Telefon 02406/3036952.


Bankverbindung für Spenden und Mitgliedsbeiträge: Sparkasse Aachen, Konto-Nr. 1070520554, BLZ 39050000.

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