Herzogenrather Schulorchester spielt mit Streichern aus Leverkusen

Von: Elisa Zander
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Von „Peppermint Patty” bis „Grandma got run over by a reindeer”: Die jungen Musiker begeisterten ihr Publikum. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. „Ich fühle mich erinnert an die Neujahrskonzerte in Wien”, eröffnete der Direktor des Herzogenrather Gymnasiums, Reinhard Granz, das Neujahrskonzert in der Schulaula. Schließlich sei auch hier das Publikum festlich gekleidet und die Musik mindestens genauso gut - alles in allem sei die Illusion perfekt.

Und Reinhard Granz sollte Recht behalten. In der neuen Zusammenstellung des Schulorchesters des Herzogenrather Gymnasiums mit dem Streicherensemble der Partnerschule aus Leverkusen, dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, brillierten die Musiker. Eine Woche lang hatten die 52 Orchestermitglieder unter Leitung der Musiklehrerin aus Leverkusen, Anna Forgó, und dem Herzogenrather Musiklehrer Dr. Martin Eibach geprobt.

Eine Arbeit, die sich gelohnt hat. Die zwei Ensembles harmonierten sehr gut miteinander, ergänzten sich gegenseitig. Ihr erstes gemeinsames Konzert stellten sie unter den Titel „Horn meets Geige”. Für den Laien nicht ersichtlich, hat das Herzogenrather Schulorchetser dennoch einen Mangel an Streichmusikern, dafür aber eine Menge Bläser. „Jetzt haben wir ein wunderbares Gleichgewicht hergestellt”, fand Martin Eibach.

Herrlich andes als viele Konzerte war das, was das Ensemble bot. Da wurden nicht nur Klassiker wie der Ungarische Tanz Nummer fünf von Johannes Brahms gekonnt präsentiert, sondern auch unbekanntere Stücke. „Peppermint Patty” beispielsweise -Êein Musikstück über die Figur aus der Zeichentrick-Serie „Die Peanuts”, die unsterblich in Charly Brown verliebt ist. Leicht weihnachtlich wurde es bei „Grandma got run over by a reindeer”, jazzig mit dem gleichnamigen „School Jazz”.

Die elf Titel waren eingebettet in die Moderation - eine von den Schülern erdachte Geschichte um die Generalprobe in Rollesbroich: Konzertmeister Fabian Laux hat verschlafen und auf seiner Bahnfahrt nach Aachen den Anschluss in Köln verpasst. Mit dem Taxi geht es in die Kaiserstadt, und weil das Geld nicht reicht, nur bis zum Bushof. Von dort aus irrt er durch die Innenstadt, verdient sich am Hauptbahnhof mit dem Tango „El Choclo” ein bisschen Kleingeld für die Weiterfahrt. Am Ende kommt er dann doch wohlbehalten am Übungsort an und übt noch einmal mit allen „Swinning on the housetop”.

Fest steht, dass die Zusammenarbeit der Orchester der Partnerschulen unbedingt fortgeführt werden sollte. Vielleicht sogar einmal in Wien...
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