Herzogenrath - Herzogenrather Klösterchen: Einst Armen- und Krankenhaus

Herzogenrather Klösterchen: Einst Armen- und Krankenhaus

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Markantes Gebäude in Herzogenrath: Die Fassade des alten Klösterchen ist sehr gut erhalten. Repro und
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Rückblick: 1919 richtete Pater Deodat Lamboy in Thiergarten ein Schülerheim ein.

Herzogenrath. Das Herzogenrather Klösterchen hat eine wechselvolle Geschichte: Aus einer privaten Stiftung (Familie Dahlen) entstand 1868 in Thiergarten eine klösterliche Niederlassung der „Armen Dienstmägde Christi“, die ab 1893 von Karmeliterinnen aus Echt (Niederlande) bewohnt wurde.

Es wurde als Kranken- und Armenhaus gebaut. 1919 richtete Pater Deodat Lamboy in Thiergarten ein Schülerheim an. Das Klosteranwesen ging 1914 an den Orden der „Missionare vom heiligsten Herzen“ über, die seit 1942 die Seelsorge in der Pfarrvikarie Herz -Jesu in Herzogenrath übernahmen.

Ab 1965 wurde das Klösterchen von der belgischen Armee als Bildungs- und Begegnungsstätte genutzt. Seit dem Ende des Jahres 1996 hat der Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen das alte stadtteilprägende Klösterchen von der Firma Vetrotex als Hauptmieter übernommen.

Ziel dieser Aktivität des Fördervereins war und ist es, neben der Qualifizierung und Beschäftigung von ehemals Erwerbsarbeitslosen, einen Ort zu schaffen, um auch die anderen wichtigen Seiten des Lebens neben der Arbeit zum Zuge kommen zu lassen.

Ebenso ist es dem Verein wichtig, mit den Menschen im Stadtteil in Kontakt zu kommen. Die Angebote im Kinder- und Jugendtreff „Prisma“, in der Kleinkindergruppe die „Wichtel“, im Rahmen des Kulturprogramms in der Kapelle oder auch die vielen Einladungen von im Haus vertretenen Musikern, Malerinnen, Tänzerinnen, Theaterleuten und Initiativen bieten für viele Möglichkeit und Plattform, in der Solidargemeinschaft mitzuwirken.

Darüber hinaus sorgt der Weltladen „Fairwicklung“ durch sein wechselndes Warenangebot stets dafür, die Ansprüche lokalen und globalen Denkens und Handelns Wirklichkeit werden zu lassen. Zudem bietet das Zentrum, das sich seiner Gemeinschaftsansprüche wegen selbst das Qualitätsmerkmal der Soziokultur gegeben hat, auch Räume zum Feiern.

Über alle wesentlichen Aktivitäten entscheiden die Nutzer des Hauses in ihrer monatlichen Hausversammlung.

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