Nordkreis - „Durchaus dramatisch“: KSC hat bisher 228 Mitglieder verloren

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„Durchaus dramatisch“: KSC hat bisher 228 Mitglieder verloren

Von: Beatrix Oprée
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Egi Laufen, Vorsitzender des Kohlscheider Schwimmclubs. Foto: H. Laufen

Nordkreis. Egi Laufen, Vorsitzender des Kohlscheider Schwimmclubs (KSC), spricht im Interview über dessen Entwicklung.

Sind Sie zufrieden mit den Vorschlägen der GMF-Berater?

Laufen: Insgesamt waren wir drei Vertreter des KSC nach der Vorstellung des Bäderkonzepts sehr zufrieden. Ich persönlich fand den Berater sehr kompetent, da er offensichtlich auch aus seiner jahrelangen praktischen Erfahrung in der Leitung von Schwimmbädern referiert hat.

Sehen Sie die Forderungen aus der gemeinsamen Bürgeranregung der schwimmsporttreibenden Vereine vom Juli 2017 umgesetzt?

Laufen: Die Frage kann ich eindeutig mit Ja beantworten, so ziemlich alle Vorschläge und Ideen aus unserem Konzept sind in das der Beraterfirma eingeflossen. Auch der letztlich vorgeschlagene Standortfavorit findet unsere volle Zustimmung. Die angedachte Planungs- und Realisierungszeit von mindestens vier Jahren verbessert natürlich unsere Situation in Kohlscheid nicht, da dort nicht einmal ein Lehrschwimmbecken zur Verfügung steht und auch kein eventuell provisorisches für die Übergangszeit errichtet werden wird.

Die Schwimmvereine brauchen endlich wieder ausreichend Trainingsmöglichkeiten: Wie viele Mitglieder haben Sie seit Schließung des Kohlscheider Bads verloren?

Laufen: Da mir konkrete Zahlen des HSV nicht vorliegen, kann ich diese Frage nur für den KSC beantworten: Im Jahr der Hallenschließung Kohlscheid 2014 hatten wir insgesamt 570 Mitglieder, aktuell sind es nur noch 342! Das kann man durchaus dramatisch nennen. Persönlich bedauere ich sehr, dass so viele Sozialkontakte mit weggerissen worden sind, vor allem mit Blick auf unsere Seniorenabteilung.

Hätte der Prozess aus Ihrer Sicht schneller erfolgen können?

Laufen: Eindeutig ja. Schon 2015 hatten HSV und KSC ein eigenes Bäderkonzept entworfen und den politischen Vertretern und der Verwaltung vorgestellt. Leider fand dieses Konzept damals in der Politik kein Gehör. Erst als Anfang Mai 2017 auch noch die Halle Bergerstraße wegen Unterspülung von Fundamentstützen für Wochen geschlossen werden musste, fanden wir Gehör und haben mit den drei anderen schwimmsporttreibenden Vereinen – VSG, DLRG und Triathlon-Abteilung der DJK Elmar Kohlscheid – unser Bäderkonzept aktualisiert und an Rat und Stadt eingereicht, wobei wir bei Bürgermeister Christoph von den Driesch starke Unterstützung fanden. Die Unterschriftenaktion beim Burgfest war ebenfalls eine tolle Sache, sämtliche 3500 Unterstützer haben uns viel Mut gemacht, so lange an der Sache dran zu bleiben, bis das neue Hallenbad eröffnet ist.

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