Herzogenrath will zukunftsorientierte Seniorenarbeit forcieren

Von: Nina Krüsmann
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Paul Stanjek von der ZWAR-Zentralstelle; Bürgermeister Christoph von den Driesch und die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann informierten über angedachte Konzepte in der Seniorenarbeit. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Der demographische Wandel ist spürbar: Die steigende Lebenserwartung und die gleichzeitig sinkende Geburtenrate führen dazu, dass in den kommenden Jahren der Anteil älterer Menschen auch in Herzogenrath immer weiter ansteigen wird.

Um die Seniorenarbeit diesen Anforderungen entsprechend zu verbessern, will die Stadt Herzogenrath in Kooperation mit Zentralstelle NRW von ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) an einem Konzept für eine zukunftsorientierte Seniorenarbeit in Herzogenrath arbeiten.

Jetzt trafen sich Bürgermeister Christoph von den Driesch, Paul Stanjek von der ZWAR-Zentralstelle und die Mitarbeiter des Koordinationsbüros „Rund ums Alter” im Oswald-von-Nell-Breuning-Haus. Ziel des Abends war, Mitarbeitern der Seniorenarbeit, Multiplikatoren von Vereinen, dem Stadtrat und Institutionen der Wohlfahrt und anderen Bürgern die ersten Überlegungen vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

„Zwischen Beruf und Ruhestand, also im Alter zwischen 55 und 65 Jahren, gibt es eine Menge Nachholbedarf. Diese Menschen gehören noch lange nicht zum alten Eisen, sie wollen und können sich einbringen, zu ihrer eigenen Erbauung und zum Wohl anderer”, erklärte Paul Stanjek von der ZWAR-Zentralstelle. „Wir kooperieren mit ZWAR, um unsere Seniorenarbeit auf modernere Füße zu stellen, damit sich die Senioren auch künftig in unserer Stadt wohlfühlen”, sagte der Bürgermeister. Er freute sich sehr über die Resonanz. Rund 70 Zuhörer waren gekommen, um sich zu informieren und auszutauschen.

Als „Testlauf”

Als „Testlauf” hatte bereits im Dezember ein Bürgerforum stattgefunden, zu dem rund 150 Interessenten gekommen waren. „Alter heißt nicht zwangsläufig Pflegebedürftigkeit und Krankheit”, betonte Stanjek. Das Gegenteil sei der Fall. „Ältere Menschen möchten mit ihrer Erfahrung und Kompetenz aktiv zu gesellschaftlichen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen beitragen.” Diese aktive Beteiligung älterer Menschen erfordere dringend neue Rahmenbedingungen für Selbstorganisation, soziale Netzwerke und bürgerschaftliches Engagement. „Angebote müssen ergänzt und angepasst werden”, sagte Stanjek. So wolle man die soziale Partizipation älterer Menschen steigern und engagierte Ehrenamtler motivieren. „Viele Senioren bringen unbezahlbare Leistungen”, betonte Stanjek. Eckpunkte des angedachten Konzepts sollen unter anderem die Begegnung der Generationen, neue Wohnformen, soziale Netzwerke und Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil sein.

Mit der Bildung einer „AG Konzeptentwicklung” aus haupt- und ehrenamtlichen Akteuren, Bürgern, Trägervertretern und Verwaltung sowie einer Steuerungsgruppe aus Trägervertretern, Politik und Verwaltung sollen nun erste Schritte gemacht werden. Bis November finden mehrere stadtteilbezogene Bürgerforen statt. Für den Herbst ist zudem ein Aktionstag geplant. Zum Jahresende hofft man, das Grundkonzept vorstellen zu können.
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