Herzogenrath startet schwungvoll ins Jahr

Von: Nina Krüsmann
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Neujahrskonzert der Stadt Herzogenrath: Die Kapelle Straß 1880 unterhielt die Gäste. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Bürgermeister Christoph von den Driesch blickt zuversichtlich in das neue Jahr: „Die Zahl 13 soll für die Stadt Herzogenrath eine Glückszahl sein und 2013 damit erfolgreicher als 2012.“ Beim musikalischen Neujahrsempfang der Stadt Herzogenrath stand zunächst der Hörgenuss im Vordergrund: Die Kapelle Straß 1880 unterhielt die Gäste bei der elften Auflage des traditionellen Empfangs in der Aula des Schulzentrums Herzogenrath.

Auch viele Besucher aus den benachbarten und befreundeten Städten wohnten dem Konzert bei, das unter anderem mit dem „Te Deum“ von Marc Antoine Charpentier eröffnet wurde. Unter der Leitung von Frank Rebien bot die Kapelle eine festliche Einstimmung auf das neue Jahr und den passenden Rahmen für die Neujahrsansprache des Bürgermeisters.

Von den Driesch betonte, wie wichtig ein lebens- und liebenswertes Gemeinwesen für die Stadt sei – nur so könne man die Zukunft gemeinsam gestalten. Was die Wirtschaft betrifft, sei der Technologiepark in Kohlscheid ein bedeutender Standort und die Ansiedlung der Firma AFT Atlas Fahrzeugtechnik ein großer Gewinn für die Stadt. Dass man den Supermarkt Kaisers in Kohlscheid habe halten können, sei ein wichtiger Schritt gewesen, um den Stadtteil attraktiv zu halten.

Das Zentrum von Kohlscheid mit mehr Aufenthaltsqualität zu versehen sei eine Mammutaufgabe, der man sich in den nächsten Jahren gemeinsam stellen wolle. Hierfür seien Bürger, Eigentümer und Realisierer gefragt. „Dieser lange gehegte Wunsch ist eine unserer wichtigsten Aufgaben in diesem Jahr“, betonte von den Driesch. Die Wiederaufforstung der abgeholzten Bestände im Wurmtal sei ein weiteres Anliegen.

Im Bereich Erziehung und Bildung sei die Entwicklung der neuen Gesamtschule in Kohlscheid nach einem halben Jahr positiv zu beurteilen. Mit dem städtischen Gymnasium und den beiden Gesamtschulen biete man ein zeitgemäßes und breitgefächertes Bildungsspektrum im Bereich der weiterführenden Schulen. Da die Schülerzahlen an den Grundschulen weiter sinken, sei an einigen Schulen die Zweizügigkeit gefährdet. Die Grundschulen demografiefest zu machen sei ein wichtiges Ziel.

Erster Schritt war die Aufgabe der Eigenständigkeit an der Grundschule Bierstraß und die Angliederung an die Regenbogenschule. Im Bereich der Kindertagesstätten und der U3-Betreuung sei ein weiterer Ausbau vorgesehen. Eine neue Kita entsteht am Gewerbegebiet am Wasserturm. „Herzogenrath braucht dringend neue Wohngebiete mit geeignetem Wohnraum für junge Familien und Senioren“, sagte von den Driesch. Am Mahr, an der Ruifer Straße und an der Dornkaulstraße macht man hier große Fortschritte.

Auch die grenzüberschreitende Lebensgestaltung mit all ihren Herausforderungen sei bedeutsam in Eurode. Die Eröffnung des Info-Points mit der Grenzgängerberatung im Eurode Business Center im vergangenen September sei deshalb wichtig gewesen und werde sehr gut angenommen.

Mit einem modernen Gospel von Albert Frey und dem musikalisch vielseitigen „Concerto d’amore“ des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan setzte die Kapelle Straß ihr Konzert fort.

Nach der Pause unterhielten die Musiker ihr Publikum in der sehr gut gefüllten Aula mit dem „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik, dem „Spanischen Zigeunertanz“ von Pasqual Marquina und verschiedenen Stücken „Rund um Jaques Offenbach“. Auch die „Moldauwellen“, ein Walzer nach Kurt Pascher und „Angels“ von Robbie Williams kamen bestens an.

Spenden für die Bürgerstiftung

Der Ausklang des Empfangs diente auch dieses Mal wieder als Bürgerforum und bot die Möglichkeit, Kontakte zu pflegen oder zu knüpfen. Gemeinsam ein Konzert zu genießen und anschließend mit Freunden und Bekannten auf das neue Jahr anzustoßen ist ein fester Bestandteil des Herzogenrather Veranstaltungskalenders geworden.

Wie auch in den letzten Jahren war der Eintritt frei. Eine Spende zur Förderung der Herzogenrather Bürgerstiftung wurde jedoch gerne entgegen genommen. Auch der Erlös aus dem Getränkeverkauf wurde diesem sozialen Zweck zugeführt.

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