Herzogenrath setzt auf E-Mobility

Von: Thomas Vogel
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Los gehts: Enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel und Bürgermeister von den Driesch (v.l.) schicken die Testfahrer auf die Strecke. Foto: Vogel

Herzogenrath. „E-Mobility... was soll das denn sein?” Viele werden sich das fragen, einige die Bedeutung des neudeutschen Begriffs vielleicht ahnen. Gemeint ist: mobil sein mit elektrischer Energie. Die Gründe liegen auf der Hand: Fossile Energieträger werden geschont, das grüne Gewissen beruhigt.

Auch der Geldbeutel wird entlastet, denn die Kosten pro Kilometer unterscheiden sich enorm, je nachdem ob an Zapfsäule oder Steckdose getankt wird.

Diese Entwicklung verfolgt natürlich auch Enwor als kommunaler Energieversorger in Herzogenrath. „Im Straßenverkehr werden jährlich 20 Prozent mehr Energie verbraucht als in den Haushalten”, erklärt Geschäftsführer Herbert Pagel. Ein Praxistest mit alternativen Antriebskonzepten bot sich also an. Fünf so genannte Pedelecs - Hybridfahrräder, die mit Muskelkraft und elektrischer Energie betrieben werden - stellt die Enwor Testfahrern für eine Woche zur Verfügung.

Die sollen mittels Fragebogen ihre Erfahrungen festhalten. Dabei geht es um Nutzungsverhalten, Handhabung, Fahrspaß, Akkulaufzeit und Alltagstauglichkeit. Die Räder werden unterschiedlich angetrieben - von Vorderrad-, über Hinterrad-, bis zu Tretlagerantrieb. Auch die verschiedenen Konzepte stehen also auf dem Prüfstand.

Die Eindrücke sind wichtig. Sie werden beim Zweirad-Projekt des Netzwerks E-Mobility der Trianel GmbH gesammelt und ausgewertet. Der Test dauert acht Wochen, über 20 Stadtwerke nehmen teil. „Was Herzogenrath betrifft, macht es am meisten Sinn, den Test im TPH durchzuführen. Hier werden die ansässigen Firmen einbezogen. Der Streueffekt ist größer, als wenn nur die Stadtverwaltung Botenfahrten mit den Rädern bewältigt”, sagt Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Damit die Räder möglichst viel unterwegs sind, geben die Testfahrer, alle im TPH beschäftigt, sie morgens um 9 Uhr ab und holen sie frühestens um 16 Uhr wieder ab. In der Zwischenzeit kann jede der rund 100 Firmen im Technologiepark nach Rücksprache mit der Anmeldung die Räder für kurze Dienstfahrten nutzen.

Ausstellung im Oktober

Der Pedelec-Test ist ein erster Impuls in Sachen E-Mobility in der Kommune. Ein zweiter Schritt soll bald folgen. Im Oktober können sich alle Bürger auf einer Ausstellung über den Stand der Technik informieren. „Der Kreislauf wird aber erst dann geschlossen, wenn die Energie für elektrische Fahrzeuge vollständig regenerativ ist”, sagt Pagel.

Enwor hat sich auf den Weg gemacht. Bereits 25 Prozent der Energie im Pool des Versorgers stamme aus regenerativen Quellen. Und das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein.
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