Herzogenrath schließt vorsorglich drei Turnhallen

Von: bea
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Großer Aufwand: Auch hier in der Halle neben der Grundschule an der Straßer Josefstraße muss ein deckenhohes Gerüst installiert werden. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Drei der insgesamt 13 städtischen Turnhallen in Herzogenrath sind betroffen: Nachdem in einer Bochumer Turnhalle in den Ferien massive Deckenteile herunterfielen, die vor Jahrzehnten unsachgemäß mit glatten Nägeln vernagelt und nicht etwa mit Schrauben installiert worden waren, hatte das Landesbauministerium verfügt, dass alle kommunalen Hallen unter die Lupe genommen werden.

Denn die in Bochum verbauten so genannten „Sauerkrautplatten“ aus langfaseriger Holzwolle waren allgemein beliebte Baustoffe in den 60er, 70er und 80er Jahren. So auch im Nordkreis. Während Alsdorf und Baesweiler Entwarnung geben konnten und die Prüfung in Würselen ergab, dass es in zwei kleineren Hallen ausreiche, die Platten mit Schrauben sachgerecht zu befestigen, muss in Herzogenrath mehr geschehen, wie der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda mitteilt. „Da auch die Unterkonstruktion nur vernagelt ist, müssen wir in drei Hallen alles erneuern“, stellt er fest. Betroffen sind die Hallen an der Waidmühl, an der Josefstraße und der Bierstraße. Unverzüglich ist ein Nutzungsverbot erteilt worden. Als Sofortmaßnahme werden zunächst alle Platten entfernt, damit die Hallen so schnell wie möglich für den Schul- und Vereinssport wieder nutzbar sind.

In der Halle An der Waidmühl ist dies schon geschehen, da hier ab der kommenden Woche Flüchtlinge untergebracht werden sollen. In den beiden anderen Hallen soll die Deckenverkleidung voraussichtlich in der nächsten Woche abgenommen werden. Danach könne die Nutzung für den Sport wieder freigegeben werden. Die Sanierung der Decken sei dann für die Herbstferien in diesem Jahr vorgesehen, um die weitere Beeinträchtigung für Schulen und Vereine so gering wie möglich zu halten. Aufwendig müssen dazu mobile Gerüste aufgebaut werden, die die Hallenböden schonen.

In den zehn anderen Hallen der Stadt, so ergänzt Ragnar Migenda, würde überdies in den kommenden Wochen vorsorglich per Kamera in den Hohlräumen ergründet, wie die Unterkonstruktionen aufgebaut sind. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen.“

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