Herzogenrath - Herzogenrath geht das Jahr mit neuem Schwung an

Herzogenrath geht das Jahr mit neuem Schwung an

Von: Yannick Longerich
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Stimmungsvoll: Die Sinfonietta Regio unter der Leitung von Jeremy Hulin begrüßte mit zeitlosen Klassikern das neue Jahr. Fotos (2): Yannick Longerich Foto: Yannick Longerich
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Gut für die Einwohner: Bürgermeister Christoph von den Driesch sieht keinen Grund für Steuererhöhungen. Foto: Yannick Longerich

Herzogenrath. Mit den triumphalen Klängen von „Les Toreadors“ aus Georges Bizets Oper „Carmen“ bereitete die „Sinfonietta Regio“ den Weg in einen Abend großer Euphorie und Aufbruchstimmung. Zum 17. Neujahrsempfang der Stadt Herzogenrath hatte Bürgermeister Christoph von den Driesch in die Aula des Gymnasiums der Stadt Herzogenrath geladen.

Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie vielen Bürgern gewährte von den Driesch einen umfassenden Ausblick auf die Arbeit der Stadt im neuen Jahr. Schwerpunkte will er in der Bildungs- und Jugendpolitik, der Stadtentwicklung und der Wirtschaft legen.

Zum städtischen Haushalt betonte er, dass Herzogenrath mit Blick auf die mittelfristige Finanzplanung eine ausgeglichene wirtschaftliche Entwicklung haben wird: „Für die Bürger stehen keine Steuererhöhungen zur Debatte.“ Die Steuersätze würden somit im Jahr 2018 weit unter denen benachbarter und infrastrukturell vergleichbarer Kommunen liegen.

Die sparsame Wirtschaftsführung beende somit die Genehmigungspflicht freiwilliger Ausgaben. Die Kommune könnte bis zur Jahresmitte ihre Selbstverwaltungskompetenzen vollständig zurückerhalten. Bei aller Warnung vor allzu schneller Euphorie kündigte der Bürgermeister an, dass „dieser Schwung“ nun sinnvoll für anstehende Großprojekte genutzt werden solle.

Hallenbad neu bauen

Eines dieser Projekte wird der Bau eines neuen Hallenbades für Herzogenrath sein. Nachdem bereits im vergangenen Jahr ein Bäderkonzept in enger Abstimmungen mit Vereinen, Bildungseinrichtungen und dem Stadtsportverband erarbeitet worden war, muss dieses nun abschließend von den politischen Gremien abgesegnet werden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir ab Februar in einem breiten Konsens zu einer zügigen Entscheidung kommen werden, damit in diesem Jahr mit der Detailplanung begonnen werden kann.“ Die Gesamtkosten werden grob auf 14 Millionen Euro kalkuliert.

Bei der Bildungspolitik der Kommune verwies der Bürgermeister auf steigende Kinderzahlen – nicht zuletzt wegen neuer Wohnbaugebiete. Finanziell wird Herzogenrath 2018 in den flächendeckenden WLAN-Ausbau aller Schulen sowie in die Anschaffung der notwendigen Hard- und Software investieren.

Ferner kündigte er Verbesserungen der räumlichen Situation an den Schulen an. Der Umbau der Gesamtschule Kohlscheid mit einem Volumen von zwölf Millionen Euro stelle hierbei das zweite Großprojekt dar, das Herzogenrath dank der vergleichsweise entspannten Finanzlage 2018 schultern kann. Das Plenum reagierte mit lautem Szenenapplaus.

Im Stadtteil Niederbardenberg werde der Sportplatz einem kleinen Baugebiet für Familien mit geringen und mittleren Einkommen weichen. Ferner werde in diesem Jahr der lang ersehnte Umbau der L 223n von Birk nach Herzogenrath realisiert. Durch die Baumaßnahmen würden Lärmbelästigungen in Niederbardenberg verringert. Durch die von 50 auf 70 km/h erhöhte Geschwindigkeitsbegrenzung werde der Anschluss an die Autobahn verbessert.

Bereits in diesem Jahr sei es möglich, die Bagger im Zuge eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns in Kohlscheid-Mitte rollen zu lassen. „Wir gehen von einer Einplanung des Straßenbauprojektes im Jahr 2019 aus. Die Osttangente ist die Basis für eine Neuordnung der Kohlscheider Innenstadt zur Attraktivitätssteigerung“, erklärte der Bürgermeister. Unterstützungen seitens der Kommune bei Firmenneuansiedlungen würden weiterhin forciert. Von den Driesch: „Wer baut, der bleibt!“

Einem kurzweilig ausfallenden Ausblick des Bürgermeisters folgte der zweite Auftritt des Sinfonieorchesters unter der Leitung von Jeremy Hulin. Auch wenn von den Driesch beim Programm der Musiker „ins Schleudern“ geriet – Hulin hatte in letzter Minute das Repertoire fast gänzlich verändert –, der ausgelassenen Stimmung während der „Rumänischen Tänze“ von Béla Bartók und dem Radetzky-Marsch tat dies keinen Abbruch.

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