Alsdorf - Henning Scherf spricht in der Stadthalle Alsdorf

Henning Scherf spricht in der Stadthalle Alsdorf

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Lebt in Deutschlands berühmtester WG: Henning Scherf, einst Bürgermeister von Bremen.

Alsdorf. Im demografischen Wandel schlummern Potenziale. Davon ist der ehemalige Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf überzeugt: „Unsere Lebenserwartung steigt immer weiter, das sehe ich als Chance, diese zusätzlichen Jahre mitzugestalten.“

Auf Einladung des Amtes für Kultur und Empirische Forschung der Städteregion Aachen kommt der 76-jährige Jurist am Donnerstag, 11. Dezember, 19 bis 21 Uhr, nach Alsdorf. In der Stadthalle, Annastraße 2-6, Seminarraum, zitiert er unter dem Titel „Lesung und Diskussion zum Miteinander der Generationen“ aus seinen Büchern und berichtet von den vielfältigen Erfahrungen in seinem Leben.

An anschaulichen und inspirierenden Beispielen erläutert der agile Mittsiebziger, wie sich das längere Leben optimistisch gestalten lässt. So lassen sich zum Beispiel die eigenen kreativen Potenziale (wieder) entdecken. Mit Neugierde können Ältere auf neue Dinge und Erlebnisse zugehen, fremde Orte und die eigene Heimat erkunden.

Oder sie erforschen bewusst in Kontakt mit jungen Menschen andere Perspektiven. Henning Scherf etwa, geboren 1938, promovierter Jurist, lange Jahre Bildungs- und Justizsenator und von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen, besucht regelmäßig Grundschulen, da ihn Offenheit und multikultureller Hintergrund der Kinder faszinieren. Nur ein Miteinander der Generationen könne den demografischen Wandel bewältigen.

Jung und Alt gehören zusammen

So beschreibt es auch der Titel eines seiner zahlreichen Bücher: „Mehr Leben – Warum Jung und Alt zusammengehören“. Scherf lässt das Publikum an seinen Erkenntnissen teilhaben und gibt Einblick in viele bestehende Projekte, die eine Lösung in der Frage der Altersversorgung aufzeigen. Natürlich kommt auch sein Alltag in Deutschlands berühmtester Alters-WG zur Sprache, einer generationen- und familienübergreifenden Wohngemeinschaft, für die er sich bereits im Alter von Mitte 40 gemeinsam mit seiner Frau entschied.

Scherf plädiert dafür, dass jeder sein Leben selbst in die Hand nimmt, sich für die Gemeinschaft einsetzt und gesellschaftlich aktiv ist. Er selbst, mehrfacher Großvater und Präsident des deutschen Chorverbands, lebt es vor: Mit 76 engagiert er sich in vielen sozialen Bereichen und gibt Mut, im Alter nicht zu resignieren.

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