Würselen - „Helleter Feldchen“: Alte Schule wird hergerichtet

„Helleter Feldchen“: Alte Schule wird hergerichtet

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Erste Wahl zur Unterbringung von Asylbewerbern: Die leerstehende Albert-Schweitzer-Schule wird für 80 Personen hergerichtet. Foto: Stüber

Würselen. Auch Würselen rüstet sich für die Erstaufnahme von bis zu 150 Asylbewerbern, nachdem bereits Herzogenrath und Alsdorf von der Bezirksregierung zur Unterbringung herangezogen worden sind. Der Sozialausschuss nahm das von der Verwaltung geplante Vorgehen zustimmend zur Kenntnis.

Die Bevölkerung soll zeitnah auch in Versammlungen informiert werden, wurde zugesichert. Zudem ist die Stadt auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen und bittet bereits im Vorfeld der Aufnahme größerer Zahlen von Asylbewerbern, sich darauf vorzubereiten. Dabei geht es um Spenden und ehrenamtliches En- gagement. Details wie Anlaufstellen und Ansprechpartner werden laut Verwaltung noch rechtzeitig bekannt gegeben. Ausdrücklich verwiesen wurde auf das positive Beispiel Herzogenrath.

Erste Wahl in Würselen ist die Herrichtung der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule, „Helleter Feldchen“. Die Verwaltung bereitet die notwendigen Umbaumaßnahmen vor, um dort die Aufnahme von bis zu 80 Personen zu ermöglichen. Das Gebäude steht erst seit Ende des Schuljahres 2014/2015 leer, muss aber für die neue Aufgabe hergerichtet werden. Herbert Zierden, Leiter des Fachbereichs 2, der auch soziale Angelegenheiten umfasst, konnte noch keine Angaben über die Kosten machen. Unklar ist, wann die Vorkehrungen zum Tragen kommen. Mag sein, dass Würselen mit seinen gut 39.000 Bürgern knapp unter der von übergeordneten Behörden zunächst genannten Mindestgröße von 40.000 Einwohnern liegt, denen auf einen Schlag eine große Zahl von Asylbewerbern zur Erstaufnahme zugewiesen werden. Aber angesichts der immer wieder nach oben korrigierten Zahl der zu erwartenden Asylbewerber in diesem Jahr – derzeit ist die Rede von 800.000 und mehr für Deutschland – wäre es fahrlässig, die Zeit bis zur tatsächlichen Zuweisung ungenutzt vergehen zu lassen, wie Bürgermeister Arno Nelles sagte.

Zudem sind die Ressourcen endlich. So sei zum Beispiel das DRK bereits in mehreren Kommunen im „Asyleinsatz“. Da gelte es frühzeitig, entsprechende Absprachen zu treffen. Auch der Markt für Wachdienste, die für die Sicherheit der Asylbewerber sorgen, ist bald „leer gefegt“.

Nelles stellte klar: „Wir werden die Menschen nicht sich selbst überlassen und auch nicht können.“ Als weitere Gebäude zur Aufnahme von Asylbewerbern kommen laut Verwaltung das ehemals von Enwor genutzte Gebäude an der Burgstraße (40 bis 50 Personen), ein vom Besitzer angebotenes Haus im Gewerbegebiet an der Monetstraße (etwa 35 männliche Einzelpersonen) und ein Objekt an der Maarstraße (acht bis zehn Frauen und Kinder) in Frage. Dies werde noch geprüft.

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