Heiße Show mit „Mother Africa”

Von: ssc
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Trommelgewitter: Furios fegten die Künstler von „Mother Africa” in die Show. Das Publikum rissen sie zwei Stunden lang mühelos mit. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ovationen zum Finale einer guten Show sind keine Seltenheit. Dass das Publikum schon nach den ersten paar Minuten völlig aus dem Häuschen ist und frenetisch applaudiert, hat man allerdings nicht so oft. Bei der „Mother Africa”-Show in der Alsdorfer Stadthalle wurde es zwischen den einzelnen Jubelrufen nie wirklich lange still. Denn dieser quirlige Rausch aus Farben, Musik und Akrobatik war einfach zu rasant. Der riss mit.

Furioser Mix

Zum dritten Mal gab es in Alsdorf diesen furiosen Mix aus klassischer afrikanischer Kultur und modernem Zirkus. Mit neuen Künstlern und alten Stärken. Ob das Trommelgewitter, das die Show eröffnete, die Vielfalt der Kostüme, deren kräftige Gelb- und Rottöne optisch für viel Wärme im deutschen Winter sorgten, oder das Tempo, in dem die Künstler über die Bühne wirbelten - dieser Mix ließ keinen kalt.

Den Rahmen lieferte - neben einer imposanten Bühnendekoration - eine satt groovende Band, die den Spagat zwischen afrikanischer Percussion und westlichem Pop ebenso locker hinlegte, wie ihn die Akrobaten mit ihren Körpern beherrschten. Volkstümliches Mitklatschen à la Musikanten-Stadl war da nicht gefragt - das Publikum musste sich schon mühen, um bei diesen vertrackten Rhythmen mithalten zu können. Auch heiter ging es zu. Zwar hatte dieser Zirkus keinen Clown im herkömmlichen Sinn zu bieten, doch erwies sich beinahe jeder der Künstler auf der Bühne als Schelm - launige Moderationen inklusive. Einen Schuss Erotik gab es obendrein - denn die oft nur leicht bekleideten Tänzer geizten nicht mit nackter Haut und Muskelspiel.

Dynamik

Für kraftvolle Dynamik sorgte zudem ein geschicktes Wechselspiel, denn auch für die Langsamkeit und Anmut blieb Raum bei „Mother Africa”. Bei schwindelerregenden Handständen in luftigen Höhen oder Dehnübungen, die hart an der Grenze des anatomisch Machbaren waren.

Dass gleich darauf Mädchen bündelweise Hula-Hoop-Reifen kreisen ließen oder Jungs einen feurigen Stepp-Tanz hinlegten, hielt die Stimmung gut zwei Stunden lang konsequent dort, wo sie hingehörte - ganz oben.
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