Heiraten: Der Mai ist nicht mehr Favorit

Von: Andreas Gabbert
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Fünf Termine sind im Mai auf dem Standesamt in Alsdorf noch frei: 22 weitere Termine für Eheschließungen haben die Standesbeamten Stephanie Gatzke, Michael Wiesner und Margret Buttgereit (v.l.) bereits reserviert. Foto: A. Gabbert

Nordkreis. Der Mai gilt als der Monat der Liebenden. Aber macht sich das auch auf den Standesämtern bemerkbar? Geben sich im Mai mehr Paare das Ja-Wort als in anderen Monaten? Zumindest mit Blick auf mögliche Trautermine scheint er nicht mehr der Favorit der Liebenden zu sein.

„Die Termine haben sich eher auf August und September verlagert“, sagt der Pressesprecher der Stadt Würselen, Bernd Schaffrath. „Der Mai ist bei Heiratswilligen zwar sehr gefragt, schließlich geht dann die ‚Saison‘ los, aber im Vergleich zu den Sommermonaten sticht er nicht besonders hervor“, sagt Stephanie Hausner, Standesbeamtin der Stadt Herzogenrath.

Auch in Alsdorf ist der Mai noch nicht ausgebucht. Zumindest nicht ganz. Fünf Termine können Kurzentschlossene noch buchen, 22 weitere Eheschließungen haben der Standesbeamte Michael Wiesner und seine beiden hauptamtlichen Kolleginnen bereits reserviert. „Der Mai ist für uns zwar kein Ausnahmemonat, aber er ist der Beginn der starken Monate“, sagt Wiesner.

Die Zeit von Mai bis Mitte September sei in jedem Jahr stark nachgefragt. „Der Juli ist diesmal schon so gut wie voll.“ Und da vor allem Freitag, der 7.7.2017, der Schnapszahl wegen. An diesem Tag gibt es nicht nur die vier üblicherweise möglichen Termine, sondern ausnahmsweise drei weitere. Grundsätzlich kann in Alsdorf freitags und samstags geheiratet werden, und zwar nur in der Burg.

Dort stehen zwei Räume zur Wahl. Eine Eheschließung im Trauzimmer kostet an einem Freitag etwa 80 Euro, wer sich für das Ambiente im historischen Trauzimmer entscheidet, kann mit etwa 160 Euro rechnen. Dieser Raum kostet an einem Samstag wegen der besonderen Öffnungszeit rund 225 Euro. Zeitfenster für das Jawort ist an beiden Tagen von 11 bis 13 Uhr, die letzte Eheschließung beginnt jeweils um 12.30 Uhr.

In Baesweiler beginnt die Hochzeit der Eheschließungen ebenfalls im Mai. 14 Paare wollen sich in diesem Monat dort das Jawort geben. Auch Kurzentschlossene können noch einen Termin bekommen. Nur der kommende Samstag sei bereits ausgebucht, sagt die Standesbeamtin Antonia Küppers. Jeweils zwölf Voranmeldungen gibt es auch schon für die Monate Juni und Juli sowie zehn für den August.

„Das zieht sich aber auch noch bis in den September und teilweise auch in den Oktober. Der Dezember ist ebenfalls noch stark gefragt“, sagt Küppers. Eheschließungen sind in Baesweiler grundsätzlich montags bis freitags und zusätzlich jeweils am ersten Samstag des Monats möglich, dafür wird dann ein Zuschlag von 66 Euro fällig. Wählen können die Heiratswilligen zwischen dem Trauzimmer im Rathaus, wofür lediglich die üblichen Anmeldegebühren zu zahlen sind, oder einer Trauung im Ritterzimmer der Burg Baesweiler.

Dieses kann über das Schul-, Sport- und Kulturamt der Stadt angemietet werden, es kostet inklusive Reinigung 65 Euro. Für den besonders gefragten Schnapszahltermin am 7.7. sind auch noch Reservierungen möglich, allerdings nicht mehr für das Ritterzimmer.

13 Paare wollen im Mai in der Stadt Würselen heiraten, für den August liegen bereits 14 Anmeldungen vor. Im vergangenen Jahr waren es im Mai 21 und im August zwölf. „Das hängt aber auch mit den Schulferien zusammen“, sagt Pressesprecher Bernd Schaffrath. Dann würden generell weniger Ehen geschlossen. Insgesamt sei die „Ehewilligkeit“ im Jahr 2017 stark gesunken.

Für eine Trauung beim Standesamt der Stadt Würselen entstehen Gebühren in Höhe von 40 Euro (Grundgebühr), 10 Euro (Urkunden) und zwischen 14,50 Euro und 23,50 Euro (je nach Wahl der verschieden vorgehaltenen Familienstammbücher). Bei einer Trauung außerhalb des Rathauses entfällt für das Standesamt eine gesonderte, zusätzliche Gebühr in Höhe von 50 Euro.

Für Trauungen im Kulturzentrum Altes Rathaus hat der Rat der Stadt Würselen eine entsprechende Entgeltordnung erlassen. Die Gebühren für Trauungen richten sich je nach Nutzung des gewünschten Raumes. Für die Miete des Foyers (bis zu zehn Personen) werden zum Beispiel 50 Euro berechnet und für den Saal 100 Euro. Bei einem Empfang mit Ausschank und der Nutzung beider Räume werden 150 Euro berechnet, bei einer Feier 250 Euro. Für Entertainment mit Live-Musik werden 50 Euro in Rechnung gestellt und für die Organisation des Caterings und der Dekoration jeweils 25 Euro.

In Herzogenrath gaben sich vergangenes Jahr im Mai 18 Paare das Jawort, im Juli 29 und im August 20. In diesem Monat werden sich in Herzogenrath 25 Paare das Jawort geben. Für den Juli gibt es 21 Anmeldungen und für den August 19. Das seien aber noch nicht die endgültigen Zahlen. Reservierungen seien ja noch möglich, betont die Standesbeamtin Stephanie Hausner. Der Schnapszahltermin am 7.7. ist auch in Herzogenrath stark gefragt. Deshalb gibt es an diesem Tag auf der Burg Rhode drei zusätzliche Termine. Ob noch eine Reservierung für diesen Tag möglich ist, müsste im Einzelfall geklärt werden, sagt Hausner

Die Stadt Herzogenrath berechnet für eine Trauung vor dem Standesamt ebenfalls 40 Euro, 10 Euro für die Urkunde und zwischen 20 und 25 Euro für das Stammbuch. Wer es etwas festlicher mag und auf der Burg Rhode heiraten will, muss eine zusätzliche Gebühr von 120 Euro bezahlen. Bei einer Heirat außerhalb der regulären Öffnungszeiten des Standesamtes kommen weitere 66 Euro hinzu. Grundsätzlich werden jeden Freitag im Rathaus und auf der Burg jeweils drei Termine für Eheschließungen angeboten. Zusätzlich werden jeden ersten Samstag im Monat drei Termine auf der Burg angeboten.

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