Heimatverein Würselen braucht dringend Nachwuchs

Von: ehg
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Große Teilnehmerzahl, stolze Jubilare: Dennoch hat der für drei Jahre bestätigte Vorsitzende Heinz Blankenheim (r.) berechtigte Sorge um die Zukunft des Heimatvereins Würselen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Mit 74 Teilnehmern war die ordentliche Mitgliederversammlung des Heimatvereins Würselen im Saal der Gaststätte Houben mehr als gut besucht. Mit ihrem Vorsitzenden Heinz Blankenheim, der ein kritisches Resümee zog, blickten sie nach der Ehrung der Jubilare auf die verflossene dreijährige Wahlperiode zurück.

Mit dem Ziel, Altbewährtes zu erhalten und Neues zu schaffen, sei der Vorstand angetreten. Dieses erreicht beziehungsweise Neuerungen auf den Weg gebracht zu haben, konstatierte Blankenheim. Er räumte aber ebenso ein: Ein Angebot für junge Mitglieder habe noch nicht gemacht werden können.

Das umfangreiche Wanderprogramm haben die Wanderführer in seiner Beliebtheit durch Führungen, Themenwanderungen und Besichtigungen noch gesteigert. Der Altersdurchschnitt der Wanderer lag bei rund 75 Jahren – was in den kommenden Jahren zu Problemen bei den Angeboten führen könnte.

Um das Vereinsangebot möglichst für alle Mitglieder attraktiver zu machen, sei es um den vierteljährlichen Café-Klatsch im „Klosterstübchen“ des Seniorenzentrums St. Sebastian erweitert worden. Angedacht ist zudem ein Arbeitskreis Heimatgeschichte. Das Potenzial dazu sei vorhanden, es mangele aber noch, so sagte Blankenheim, an einer „tatkräftigen Umsetzung“. Die Zusammenarbeit mit anderen, gleich ausgerichteten Vereinen sei ein weiteres Ziel gewesen. Hier habe es gute Ansätze gegeben. Das Bemühen um neue Mitglieder jedoch sei nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Die in Gang gesetzte breite Öffentlichkeitsarbeit habe nicht den erwarteten Erfolg gezeitigt.

Detailliert ließ Schriftführer Dieter Thiel die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres Revue passieren. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 75 Jahren. Was bedeutet, dass sich der Verein in den nächsten Jahren auf einen „starken Schwund“ wird einstellen müssen. Der Rückblick auf die Tages-, Mehrtages- und Jahresabschlussfahrten 2014 fiel positiv aus. Es wurde die Air-Base der Nato besucht, Fahrten führten zur Schwäbischen Alb und nach Straßburg mit Besuch des Europäischen Parlaments, zudem ins Freilichtmuseum in Kommern. Sommerfest und Adventsfeier waren gut besucht, Vorträge und Referate zur Heimatgeschichte fanden großen Zuspruch. Veröffentlichungen auf der Homepage und im Programmheft wurden gut angenommen.

Die Beschilderung historischer Objekte in Würselen, die der Heimatverein im vergangenen Jahr zu seinem 80-Jährigen der Stadt zum Geschenk machte, wurden von der Bevölkerung positiv zur Kenntnis genommen. Schatzmeister Fred Klöcker legte Rechenschaft über die Entwicklung der Finanzen ab. Sie fiel positiv aus. Die Kassenprüfer testierten ordnungsgemäße Führung der Kassengeschäfte.

Als Vorsitzender wurde Heinz Blankenheim für die nächsten drei Jahre bestätigt. Schatzmeister Fred Klöcker, Schriftführer Dieter Thiel und der zweite Vorsitzende Martin Reuls stellten sich nicht mehr zur Wahl. Obwohl Ehrenvorsitzender Franz Mertens als Wahlleiter an die versammelten Mitglieder eindringlich appellierte, konnten diese drei Schlüsselposten nicht neu besetzt werden. Was den Verein vor existenzielle Probleme stellt. Der alte Vorstand signalisierte darauf hin Bereitschaft, für absehbare Zeit die Vereinsaufgaben weiterhin zu übernehmen. Als Beisitzer wurden Gerda Loenissen, Käthe Göttgens, Rolf Rüland und Heinz Hülbüsch wieder gewählt.

Sodann stellte der zweite Vorsitzende das Programm für 2015 vor. Es werden wieder abwechslungsreiche Wanderungen angeboten. Die Wochenfahrt führt in den Bayerischen Wald. Durch einen Anstieg der Buskosten musste die Beteiligung an den Monatswanderungen auf zehn Euro erhöht werden. Die Versammlung stimmte dem zu. Vorsitzender Heinz Blankenheim bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Gerda Loenissen rief durch eine Bildpräsentation Erinnerungen an die 2014 entwickelten vielfältigen Aktivitäten wach.

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